Der richtige Reifenwechsel

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Michael Keller, Mitarbeiter bei Autoprofi Turck, sagt: „Das Reifenwechseln ist schon anstrengend. Abends falle ich meistens dann müde ins Bett.“

Halver - Die Temperaturen sinken und die Wintermonate nähern sich. Für Autofahrer bedeutet das vor allem eines: Sommerreifen runter, Winterreifen drauf.

Auf die folgenden Empfehlungen sollten Verbraucher beim Reifenwechsel an ihrem Fahrzeug achten: 

Wann sollte man die Winterreifen aufziehen?

Die altbekannte Regel lautet O bis O – also Oktober bis Ostern. „Das ist auch meine Empfehlung“, sagt Frank Turck, Inhaber von Autoprofi Turck. Da die Temperaturen „glücklicherweise nicht schlagartig eingebrochen sind“, blieb in seinem Betrieb bisher das große Chaos aus. 

„Wenn es beispielsweise plötzlich schneit, rufen alle auf einen Schlag an und wollen die Reifen gewechselt haben“, sagt Turck. „Das ist dann irre. Wir lagern 400 Sätze Reifen ein, dass bedeutet meine Mitarbeiter müssen 3200 Reifen bewegen, wenn alle unserer Kunde die Reifen gewechselt haben wollen. Das ist dann ziemlich anstrengend.“ 

Welche Eigenschaften sollte ein guter Winterreifen haben? 

„Es kommt auf die richtige Profiltiefe an. Ich empfehle da vier Millimeter“, sagt Frank Turck. Denn nur dann seien die Reifen wirklich funktionstüchtig. „Man muss ja auch folgendes bedenken: Der ganze Schneematsch setzt sich im Profil fest, da braucht man dann etwas Spielraum.“

Der ADAC geht sogar noch einen Schritt weiter und empfiehlt auf seiner Internetseite noch tiefere Profile: „Winterreifen bereits bei vier Millimeter Restprofiltiefe austauschen.“ Vorgeschrieben sind vom Gesetzgeber 1,6 Millimeter – „das ist viel zu wenig“, betont Turck. Des Weiteren sollten richtige Winterreifen genutzt werden und keine Allwettermodelle. „Die gehen in Städten wie Köln oder Dortmund, aber nicht im Sauerland.“

Außerdem muss auch der Luftdruck stimmen. „Das bedeutet nicht zu wenig, aber vor allem auch nicht zu viel“, erklärt Experte Turck weiter. Denn wenn zu viel Luft im Reifen sei, würden diese an Funktionsfähigkeit verlieren. 

Worauf kommt es bei der Montage der Winterreifen an? 

„Die guten Reifen müssen nach hinten“, sagt Frank Turck. Denn wenn das Fahrzeug auf eine Eisfläche treffe, dann „hat man vorne noch Steuerungsmöglichkeiten, das Heck bricht aber immer aus“. Außerdem komme es auf den richtigen Anziehdrehmoment an, also das korrekte Festziehen der Radmuttern. 

„Auch das Nachziehen ist sehr wichtig, wir bringen als Erinnerung einen Aufkleber im Auto an.“ Spätestens nach 100 Kilometern sollten die Radmuttern nachgezogen werden. Außerdem müsse die Fläche unter dem Reifen gut gesäubert werden. „Sonst kann das schnell rosten.“

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