UWG-Fraktion „hinreichend irritiert“

Sekundarschule: Lemmert legt nach

Werner Lemmert (UWG)

HALVER - Nachdem sich gestern bereits die Grünen-Fraktion kritisch zu den Aussagen Bürgermeister Dr. Bernd Eickers hinsichtlich der Kapazität einer Sekundarschule geäußert hatte, legte Werner Lemmert für die UWG gestern nach: Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Fraktionssprecher, der zugleich Vorsitzender des heute tagenden Schul- und Kulturausschusses ist: „Über das Vorgehen des Bürgermeisters sind wir hinreichend irritiert.“

Lemmert bezieht sich auf die im AA vom 9. Februar veröffentlichte Stellungnahme Eickers, bei den Plänen für eine Halveraner Sekundarschule zunächst nur die heimischen Grundschüler im Blick haben zu wollen. „Wir wissen nicht ganz, ob das ungeschickt ist oder Taktik und Absicht“, sagte Werner Lemmert gestern im Namen seiner Fraktion. Nach den jüngsten Entwicklungen könne er die Absage der Gemeinde Schalksmühle, eine interkommunale Sekundarschule an nur einem Standort zu betreiben, nachvollziehen: „Wie soll eine Schalksmühler Bevölkerung Vertrauen haben, wenn sie durch so eine Aussage ausgeschlossen wird?“ Darüber hinaus kritisiert Lemmert, dass auf diese Weise Schulpolitik auf dem Rücken der Kinder gemacht werde.

Er selbst, so der UWG-Fraktionsvorsitzende weiter, habe leidenschaftlich für eine gemeinsame Sekundarschule gekämpft – auch für eine mit zwei Standorten. „Ich kann den pädagogischen Sinn nur eines Standorts durchaus nachvollziehen“, sagt Werner Lemmert mit Blick auf die Aussagen Hartmut Wächters, „doch ein Standort in Schalksmühle wäre allemal einen Versuch wert gewesen.“ Wenn beide Kommunen diese Lösung mit Leidenschaft verfolgt hätten, wäre sie realisierbar gewesen, so Lemmert, der als Leiter des Berufskollegs für Technik in Lüdenscheid mit den pädagogischen Hintergründen des Themas vertraut ist.

Ein de facto Ausschluss Schalksmühler Schüler bringe zudem nur Nachteile für eine Halveraner Schule mit sich. „Wir brauchen die Schalksmühler zur Stabilisierung unserer Schulen“, sagt Werner Lemmert mit Blick auf den demografischen Wandel und sinkende Schülerzahlen. Am Beispiel der Lindenhofschule werde deutlich, wie sehr eine Schule von ihrem guten Ruf in der Region profitieren kann, so Lemmert abschließend. - Frank Zacharias

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