Werkstatt geht plötzlich in Flammen auf

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Der Kampf gegen die Flammen.

HALVER ▪ Eine Werkstatt der Firma Stoffer ist am heutigen Donnerstagnachmittag in Flammen aufgegangen. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften kämpfte an der Straße „Weißenpferd“ rund eine Stunde lang gegen das Feuer an und musste anschließend noch mehrere Stunden nachlöschen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, zwei Personen wurden kurzzeitig aber vom Roten Kreuz betreut. Über die Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Höhe des Schadens beziffert die Polizei auf etwa 250 000 Euro.

Andreas Stoffer vom betroffenen Transport- und Tiefbauunternehmen konnte sich die Ursache des Feuers im AA-Gespräch nicht erklären. Er sei kurz vor 15 Uhr gerade außerhalb des Gebäudes gewesen, als er dann den Brand entdeckt habe. „Plötzlich kam Rauch aus der Werkstatt.“

Kurz nachdem in der Stadt die Sirenen ertönen, kämpften die zahlreich angerückten Einsatzkräfte gegen die Flammen an – zuerst von außen, später dann auch von innen. Zusätzliche Unterstützung erhielten die Halveraner Wehrleute von der Feuerwehr Lüdenscheid, die ihre Drehleiter aus Brügge nach Halver schickte. Rund eine dreiviertel Stunde nach Eintreffen der Wehrleute konnte die Leiter dann um 15.52 Uhr wieder eingefahren werden. Für die meisten der Einsatzkräfte hieß es lediglich, den Einsatzort im Auge zu behalten. Vereinzelt mussten noch Brandnester gelöscht werden. Der Löschzug Stadtmitte, der Löschzug Oberbrügge und die Löschgruppe Bommert waren mit insgesamt knapp 50 Wehrleuten vor Ort. Das DRK hatte drei Helfer im Einsatz. Notarzt Jochen Eversmann war für den Notfall ebenfalls am Brandort. Damit weder Strom, Wasser noch Gas in das Gebäude strömten, wurden auch Mitarbeiter der Versorger alarmiert und zum Weißenpferd geschickt. Das Ordnungsamt kümmerte sich außerdem um die Bewohner des Hauses. Nach einer Stunde Brandbekämpfung zog der Einsatzleiter der Feuerwehr, Michael Kind, eine Zwischenbilanz: Personen konnten rechtzeitig gewarnt, der Brand bekämpft und auslaufendes Öl mit Barrieren gestoppt werden. Auch in der Werkstatt gelagerte Gasflaschen wurden rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich geborgen. Ebenfalls eingeschaltet wurde die Untere Wasserbehörde. Denn unterhalb der Werkstatt der Firma Stoffer verläuft der Löhbach.

Mit verzweifelten Blicken verfolgte die vom Brand betroffene Familie das Geschehen. Denn: Unterhalb der Werkstatt befindet sich die Wohnung, die nun nach dem Einsatz aufgrund der eingesetzten Wassermengen vorerst unbewohnbar ist. Die hier ebenfalls ansonsten lebenden Tiere wurden erst zum Ende der Brandbekämpfung hin aus der Wohnung geholt, da der Einsatzleiter für die Tiere auch keine größere Gefahr sah.

Die Polizei, die mit mehreren Beamten am Einsatzort war, wird jetzt ermitteln, wie es zu dem Brand kommen konnte. Klar war heute Nachmittag nur, dass das Feuer inmitten der etwa 300 Quadratmeter großen Werkstatt offenbar seinen Ursprung hatte. ▪ Marco Fraune

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