Werbung: Ordnungsamt prüft weiteres Vorgehen

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Die Werbekärtchen nerven viele Fahrer.

HALVER ▪ Welcher Autofahrer kennt sie nicht? Egal, ob Mercedes, Volkswagen oder Dacia, hinter die Windschutzscheibe geklemmt oder an die Fahrertür geheftet sind die Plastikkärtchen von Gebrauchtwagenhändlern platziert – und nerven die überwiegende Zahl der Autobesitzer.

Doch damit soll nach einem neuen Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf nun Schluss sein, wie auch Ordnungsamtsmitarbeiterin Larissa Arnold weiß. Persönlich unterstützt sie die neue Regelung, die endlich eine Möglichkeit bietet, gegen die unliebsamen Kärtchen vorzugehen, die zig-fach verteilt werden und anschließend ganze Parkplätze und Parkstreifen säumen. Was Arnold und ihre Kollegen beruflich in Halver gegen die Kärtchenverteilaktionen unternehmen, steht aber noch nicht endgültig fest. „Wir werden in der Ordnungsbehörde das weitere Vorgehen besprechen.“ So müsse geprüft werden, ob die Außendienstmitarbeiter aktiv werden sollen.

Der Verwaltung lagen in jüngerer Zeit aber noch keine Beschwerden von genervten Autobesitzern oder auch besonders umweltbewussten Bürgern vor. Im Gegensatz zu anderen Städten, weiß Ordnungsamtsmitarbeiterin Arnold, wären die Ausmaße der Verschmutzung auch nicht so dramatisch. „In Halver sind wir mehr oder weniger davon verschont geblieben.“ Da es nun eine Grundlage für ein Vorgehen gegen die werbenden Gebrauchtwagenhändler gibt, soll dies so bleiben.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entscheiden, dass das gewerbliche Befestigen von Visitenkarten auf öffentlichen Parkplätzen an den darauf abgestellten Fahrzeugen nur mit einer genehmigungspflichtigen Sondernutzung erlaubt sein wird. Die jeweiligen Straßenbaubehörden sind dabei zuständig und können, wie bei Werbeschildern auf dem Gehweg, Geld verlangen. Viele werden es wohl gerne hören: Das Gericht weist darauf hin, dass das Einverständnis der Autofahrer für das Anbringen der Werbebotschaften nicht voraus gesetzt werden darf. ▪ Marco Fraune

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