Werbetrommel für neuen Stadtplan dreht sich

Überblick aus einer Höhe von 1500 Metern: Nur wenige Bürger haben die Möglichkeit, sich so einen Eindruck von der Anordnung der Straßen zu machen. Im Internet wird künftig ein interaktiver Stadtplan reichlich Infos bieten. ▪ van de Wall

HALVER ▪ Wo sich was in der Stadt im Grünen befindet, sollen Bürger und Besucher künftig mit ein paar Klicks schneller herausfinden als bislang. Gemeinsam mit dem Verlag Revilak Kartografien Bender aus dem süddeutschen Freising wird aktuell an einem interaktiven Stadtplan gearbeitet, der auf der städtischen Internetseite abrufbar sein soll. Zusätzlich ist vorgesehen, einen Plan zu drucken, mit einer voraussichtlichen Auflage von 3000 Stück. Finanziert werden soll das Projekt durch Werbung.

Doch genau hier brummt das Geschäft noch nicht so wie zuvor gewünscht. Da sich im Bereich Anzeigenwerbung auch immer wieder einmal schwarze Schafe tummeln, fällt dies auf die seriösen Firmen zurück. Folge: Nicht jeder Unternehmer zeigt sich direkt von dem Projekt begeistert und gibt dann kein Geld für die Werbung aus. „Einige sind früher schon einmal hereingefallen“, weiß der stellvertretende Bürgerdienste-Fachbereichsleiter Reinhard Neuhaus aus verschiedenen Gesprächen. Durch andere Projekte wie die Online-Plattform „kaufhaus-halver.de“ ist ein Teil des Werbebudgets der Firmen zudem ausgeschöpft. Konsequenz dieser Probleme: „Es stockt ein bisschen.“

Dass nicht von heute auf morgen der interaktive Stadtplan auf der Internetseite http://www.halver.de online gestellt werden kann, war den Verantwortlichen klar. Denn das beauftragte Karten-Dienstleistungsunternehmen arbeitet allein im Märkischen Kreis mit bislang acht Kommunen zusammen. Erst am Donnerstag hat die Stadt Meinerzhagen den interaktiven Stadtplan online gestellt.

Auch Halver ist von der Arbeit des Unternehmens überzeugt. „Der Verlag hat das beste Produkt, was interaktive Stadtpläne betrifft“, unterstreicht der stellvertretende Bürgerdienste-Fachbereichsleiter. Und so ist das Projekt Anfang dieses Jahres an den Start gegangen – aber mit dem Bewusstsein, dass es vor dem Herbst nicht beendet sein wird.

Nunmehr wollen die Verantwortlichen die Akquise forcieren, damit das Projekt richtig Fahrt aufnimmt. Wann aber die Präsentation von Online- und gedrucktem Stadtplan erfolgen wird, darauf will sich Neuhaus noch nicht festlegen lassen. „Ich kann keine Zeitschiene nennen, es ist alles noch ungewiss.“ Er unterstreicht aber, dasd die Stadt voll hinter dem Vorhaben steht.

Vorgesehen ist jedenfalls, verschiedene Infos im interaktiven Auftritt anzubieten. Nicht fehlen werden dabei die behördlichen Einrichtungen, Schulen, Bücherei und mehr sowie die Infos zu den Gewerbetreibenden, die sich dies durch Werbung erkaufen können. Auch die MVG-Linien dürfen natürlich nicht fehlen. ▪ Marco Fraune

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