Religionsunterricht

Weniger Schüler mit Konfession - Halveraner Grundschulen schweigen

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Die Zahl der Schüler mit Konfession geht zurück.

Halver - Im ganzen Land sinkt die Zahl der Grundschüler, die sich zum evangelischen oder katholischen Glauben bekennen. Parallel dazu steigen die Abmeldungen vom Religionsunterricht.

So beobachten die Grundschulen in Lüdenscheid einen Rückgang der Teilnahme am Religionsunterricht – konfessionslose oder muslimische Kinder zum Beispiel, die nicht daran teilnehmen, erhalten dort Förderunterricht. 

Da immer weniger Grundschüler am Religionsunterricht teilnehmen, müsse teilweise auch jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. Andere Schulen in Lüdenscheid lassen die Schüler, die nicht teilnehmen, nach Hause gehen oder sorgen für anderweitige Betreuung. 

Im Märkischen Kreis stellte sich die Lage im Schuljahr 2011/2012 noch folgendermaßen dar: 34 Prozent der Grundschüler bekannten sich zum evangelischen Glauben, 28 Prozent zum katholischen. 18 Prozent waren muslimisch, sechs Prozent identifizierten sich mit anderen Religionen, 15 Prozent waren ohne Konfession. 

Klarer Trend ist zu erkennen

In Halver gehen 600 Kinder zur Grundschule.

Fünf Jahre später ist bereits ein deutlicher Trend zu erkennen: Nur noch 28 Prozent der Schüler waren evangelisch, 25 Prozent katholisch. 22 Prozent der Schüler bekannten sich laut IT.NRW zum Islam, sieben Prozent zu anderen Religionen. 18 Prozent der Schüler waren konfessionslos. 

Die Zahlen aus Halver lassen im Vergleich mit denen des Märkischen Kreises ebenfalls einen Abwärtstrend erkennen: Im Schuljahr 2016/2017 waren von insgesamt 600 Grundschülern laut IT.NRW 38 Prozent der Schüler evangelisch. 

Jedoch waren nur knapp 14 Prozent katholisch, 13 Prozent muslimisch, 13 Prozent bekannten sich zu anderen Religionen. Deutlich höher als im gesamten Märkischen Kreis ist in Halver die Anzahl der Konfessionslosen: 22 Prozent. 

Keine Aussage von den Grundschulen 

Die Schulleiter der Grundschulen Auf dem Dorfe, Oberbrügge und Lindenhofschule einigten sich geschlossen darauf, sich nicht dazu zu äußern. Auf die Nachfrage, wie diese Schulen mit dem Trend umgehen, ob es Abmeldungen vom Religionsunterricht gab und ob es Alternativen für diejenigen gebe, die sich abgemeldet haben, gab es von dieser Seite keine Antwort. 

Ralf Gensmann, Schulleiter der Grundschule Spormecke in Schalksmühle, vermeldete hingegen, dass es in seiner Schule trotz des merkbaren Trends keine Abmeldungen vom Religionsunterricht gegeben habe. 

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