„Weltuntergang“ hält Halveraner in Atem

Schwer zu schleppen hatten die Einsatzkräfte auf der Kreuzung zwischen Kreisch und Ober Buschhausen. ▪

HALVER ▪ Es begann mit einem Rauschen, das in der Ferne zu hören war – dann ging alles ganz schnell: Zentimeterdicke Hagelkörner prasselten auf Halver nieder, Sturmböen rissen Bäume um und zerstörten Dächer. „Das war wie ein Weltuntergang“, so eine Anwohnerin. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

Bevor das Unwetter am Freitag gegen 15.30 Uhr mit voller Wucht auf Halver traf, hatte sprichwörtlich eitel Sonnenschein geherrscht. Wenngleich die hohe Luftfeuchtigkeit bereits das drohende Unheil angekündigt hatte. Doch dass es so heftig kommen würde, war kaum zu ahnen gewesen: Auf den Straßen stand das Wasser zentimeterhoch, an mindestens fünf Stellen im Stadtgebiet sorgten umgestürzte Bäume für Einsätze der Wehr. So war die Kreuzung zwischen Kreisch und Ober Buschhausen nicht mehr befahrbar: Die Wehr musste vor Ort einen abgebrochenen Baumstamm zerkleinern und von der Straße entfernen. Auch das DRK-Heim an der Thomasstraße wurde infolge des Sturms schwer beschädigt: Ein Baum krachte auf den Anbau, in dem sich zum Zeitpunkt des Unwetters glücklicherweise niemand befand. Ein besonders großer Schreck fuhr den Bewohnern eines Hauses in Ober Bolsenbach in die Glieder: Dort stürzte ein schwerer Ast auf das Dach. Verletzt wurde niemand.

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Unwetter über Halver

Nicht immer konnte die Wehr eingreifen – etwa, wenn keine unmittelbare Gefahr für den Straßenverkehr oder gar für Leib und Leben bestand, hieß es gestern. Insbesondere bei umgstürzten Bäumen sei der Fachmann gefragt. „Sonst machen wir bei der Entfernung des Baumes noch mehr kaputt“, sagte ein Feuerwehrsprecher. ▪ Frank Zacharias

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