Neuer Konzertreihe

Weltklassik am Klavier bald auch in Halver

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Das Aachener Klavierduo: Alina und Dmitri Wesselowski machen den Auftakt.

Halver - An vier Sonntagen macht die Konzertreihe Weltklassik am Klavier in Halver in diesem Jahr Station.

Als neuer Veranstaltungsort reiht sich der Kulturbahnhof in die Riege von mittlerweile 46 Orten in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz und auf Mallorca ein, wo regelmäßig Weltklassik zu hören ist. Anliegen der Reihe ist es, die bedeutenden Werke aus der Zeit des Barock, der Klassik und Romantik dauerhaft zu erhalten und internationalen Ausnahmepianisten zu mehr Auftrittsmöglichkeiten zu verhelfen. Durchweg in kleinem, feinem Rahmen finden die erlesenen Konzerte statt. 

In Halver besteht am 26. Januar, 22. März, 27. September und 22. November Gelegenheit, wunderbaren Werken und begnadeten Interpreten zu begegnen. Konzertbeginn ist jeweils um 17 Uhr.

Auftakt am 26. Januar

Den Auftakt der Reihe gestaltet am 26. Januar das Aachener Klavierduo mit seinem Programm „Weltklassik einmal anders – zu vier Händen: Eine kleine Nachtmusik und der Karneval der Tiere“. Hinter dem klingenden Künstlernamen verbergen sich die beiden Ukrainer Alina und Dmitri Wesselowski, die seit 2007 als Duo auftreten und als eines der harmonischsten Klavierduos mit sehr persönlichem Klang gelten. Seit 2012 sind beide Gastdozenten an der nationalen Musikakademie der Ukraine in Odessa. 

Hauptwerke des Nachmittags sind Mozarts „Kleine Nachtmusik“ (Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur KV 525) in einer Transkription für Klavier zu vier Händen sowie Camille Saint-Saens „Karneval der Tiere“, im Original ein Orchesterwerk und vom Aachener Klavierduo eigens für die Duobesetzung bearbeitet. Gleichsam als Mittler zwischen beiden Werken fungiert Schuberts erste Sonate zu vier Händen aus dem Jahr 1818, die von jugendlichem Schwung und melodischem Reichtum lebt. 

Beethoven im Fokus

Mit dem ungarischen Pianisten István Lajkó ist am 22. März ein erfahrener Interpret im Kulturbahnhof zu Gast. Im Beethoven-Jahr rückt er Beethovens 1. Sinfonie in den Fokus der Betrachtung. „Beethovens 1. Sinfonie – Der Name Beethoven ist heilig in der Kunst!“ lautet der Titel seines Programms. An die Seite stellt der mehrfach ausgezeichnete Künstler Beethovens Erstling die selten zu hörende Sonate Nr. 24 – Für Thérèse Fis-Dur op. 78 und zwei sinfonische Dichtungen von Liszt (Orpheus und Hungaria) von unterschiedlichem Charakter. An den Hochschulen in Berlin, Budapest und Weimar gibt Lajkó derzeit sein Wissen weiter. 

"Natur als Quelle der Inspiration"

Ihre Fortsetzung findet die Reihe am 27. September mit Ekaterina Litvintseva und ihrem Programm „Natur als Quelle der Inspiration – Waldszenen, Erlkönig!“, einer Hommage an die Romantik und ihre erzählende Stärke., Werke von Schumann, Debussy und Liszt fasst die vom nördlichen Polarkreis stammende Pianistin, die in ihrem Spiel einen ausgesprochenen Sinn für Klarheit und Farben an den Tag legt, zu einem romantischen Kaleidoskop zusammen. Von Schumanns „Waldszenen“ über Debussys „Estampes“, einer impressionistischen Reise nach Indonesien, Spanien und Frankreich, bis hin zu den Müllerliedern und dem Erlkönig von Franz Schubert in der Version von Liszt reicht der Bogen, den sie beschreibt. 

Abschluss am 22. November

Den Abschluss der vier Weltklassik-Konzerte gestaltet Meryem Natalie Akdenizli am 22. November mit einem Erzählkonzert unter dem Motto „Beethovens Sonate Nr. 7 und Walzer von Chopin!“. 

Neben den beiden im Titel des Konzerts genannten Komponisten widmet sich die durch Ausstrahlungen im deutschen, niederländischen und türkischen Rundfunk bekannte Pianistin, die ihr Publikum mit Erklärungen der musikalischen Zusammenhänge und Hintergründe in ihren Bann zieht, auch den richtungsweisenden „Wasserspielen“ (Jeux d’Eau“) von Ravel und Liszts experimenteller Komposition „Nuages gris“ (Trübe Wolken), die ihrer Zeit weit vorauseilt.

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