Interview mit einer Sechsjährigen

Weltkindertag: Das wünscht sich eine Sechsjährige in Halver

Ella Hedtfeld Weltkindertag Halver
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Frech, wild und wunderbar sind Kinder, sagte Astrid Lindgren. Das ist Ella Hedtfeld. Sie würde als Bürgermeisterin die Kirmes nachholen.

Heute ist Weltkindertag. Wir trafen anlässlich dieses Tages die sechsjährige Ella Hedtfeld. Wir wollten wissen, was ihr in Halver gefällt und was nicht. Was sie machen würde, wenn sie Bürgermeisterin wäre und welchen Wunsch Ella hat.

Halver - Ella Hedtfeld ist sechs Jahre alt und vor wenigen Wochen eingeschult worden. Sie besucht die Regenbogenschule am Pestalozzweg. Geboren ist Ella in Köln, vor zwei Jahren ist sie mit ihrer Mutter Melanie Hedtfeld, die gebürtig aus Halver kommt, nach Halver gezogen. In Köln ging sie in den Kindergarten und wechselte in Halver in die DRK-Kita Juno. 

Sarah Lorencic traf Ella in der Eisdiele Riviera. Mit dabei ist ihre Mama Melanie Hedtfeld.

Das ist Ella mit ihrer Mutter Melanie Hedtfeld.
Bist du aufgeregt, Ella?
Ja, ein bisschen.
Ich auch. Das ist mein erstes Interview mit einem Kind.
Echt?
Ja, ganz im Ernst.
Ich habe gehört, man macht auch Fotos.
Ja, die machen wir hinterher auch.
(Ella grinst und guckt ihre Mutter an.) Darf ich dann mein Pflaster vom Auge abnehmen? (Die Mutter nickt und Ella reißt es einfach ab.)
Du hast es ja einfach abgezogen? Sind noch alle Augenbrauen dran? Lass mal sehen.
(Ella lacht) Melanie Hedtfeld: Ich kann da auch nie hingucken.
Ich lade dich ein, Ella. Du kannst dir alles aussuchen, was du möchtest. Welche ist deine Lieblingseissorte?
Vanille. (Ella blättert in der Karte)
Und, was bestellst du?
Das hier. Mit Gummibären.
Wie viele Kugeln schaffst du denn?
Mittlerweile schon zwei. (Mutter lacht)
Du wohnst mit der Mama in Halver. Was gefällt dir in Halver?
Der Reiterhof bei Heide, einer Freundin. Ich kann schon leicht traben. Melanie Hedtfeld: Da reiten wir privat. Richtigen Reitunterricht für Kinder ab sechs Jahren zu finden, ist schwierig in Halver und im Umkreis.
Und was gefällt dir nicht so gut? Fehlt dir etwas?
Mhm. Ein Wasserparcours.
Was ist das?
Also: Da muss man über eine Rutsche rutschen, dann geradeaus. Dann ist da eine Wasserströmung. Dann muss man einen Löffel im Mund haben und darauf ist ein Ei. Melanie Hedtfeld (lacht): Jetzt fängst du an zu spinnen.
Meinst du so ein Wasserparcours im Schwimmbad oder auf einem Spielplatz?
Den Wasserspielplatz meine ich. Melanie Hedtfeld: Das, was sie meint, hatten wir in Köln.
Seit wann wohnst du denn in Halver?
Seit zwei Jahren.
Wie findest du denn den Rathausspielplatz? Der ist doch recht neu.
Guuuut! (kurze Pause) Da ist ja Vanille drin im Eisbecher! Also. Eigentlich will ich einen Hüpfburgparcours.
Du meinst diese riesigen Kissen, die aussehen, als würden sie aus dem Boden rauskommen?
Ja, die.
Gut, das ist schon etwas anderes als das kleine Trampolin auf dem Spielplatz.
Ein Trampolin hab ich auch zuhause. Ich mag Popo-Klatscher.
Kannst du auf dem Popo hüpfen und dann wieder stehen?
Mhm. Ich kann mich sogar nach vorne fallen lassen.
Du bist ja richtig mutig!
Ja!
Wo gehst du sonst gerne hin in Halver – außer in die Eisdiele?
Hallo Tea! (An der Eisdiele holt sich eine Freundin aus dem Kindergarten ein Eis.)
Du kennst aber viele Kinder hier in Halver. Hast du auch eine beste Freundin?
Ja. Die Milla. Und die Ayla. Und die Melina.
Warum sind das denn deine Freundinnen?
Das ist aber eine schwierige Frage.
Mhm.
Na, die hab ich zuerst kennengelernt.
Aber sie wurden ja deine Freundinnen. Das ist ja nicht selbstverständlich. Da hattest du doch richtig Glück. Und was magst du an ihnen am liebsten?
Dass wir immer zusammen spielen.
Was ist denn, wenn einer von euch die Hausaufgaben vergisst? Obwohl...das kommt in der Grundschule nicht vor, oder?
Doooch. Ich hab mal meine Arbeitsblätter in der Schule vergessen. Dann kopiert die Mama von Milla mir die.
Und helft ihr euch auch schonmal? Freunde halten doch immer zusammen. Was machst du, wenn du traurig bist?
Als mein Kater Alf gestorben ist, da bin ich zu Milla gelaufen. Sie wohnt nebenan.
Lass uns noch mal über Halver reden. Was fehlt dir noch?
Reiterunterricht für Kinder ab sechs.
Ah, du magst also Pferde. Ist Reiten dein Hobby?
Ja, reiten und schwimmen. Und Popo-Klatscher machen auf dem Trampolin.
Sonst noch ein Hobby?
Ella: In Köln war ich turnen. Aber in Halver gefällt mir das nicht so gut. Melanie Hedtfeld: In Köln gab es ein super Angebot. So ein Abenteuer-Kletter-Turnen. Die haben mit allen Sachen, die es in der Turnhalle so gibt, richtig tolle Parcours aufgebaut. Es sollte ja Trampolin-Springen in Halver stattfinden. Aber wegen Corona... Ella: Du wolltest doch Fotos machen.
Ja, machen wir. Warte kurz, ich hab noch eine schwierige Frage.
Was ist das für ein Zettel?
Da stehen ein paar Fragen drauf. Diese zum Beispiel noch: Was würdest du machen, wenn du Bundeskanzlerin wärst?
Ich würde bestimmen, dass kein Kind mehr vor 1 Uhr ins Bett muss. Und Zimmer aufräumen auch nicht mehr. Das machen die Erwachsenen dann.
Und wenn du Bürgermeisterin in Halver wärst?
Dann würde ich alle Feste nachholen, die wegen Corona ausgefallen sind.
Welches am liebsten?
Die Kirmes.
Und was würde auf der Kirmes alles stehen?
Eine Achterbahn. Das Riesenrad, ein Kinder-Autoscooter und Zuckerwatte. Einfach alles.
Bist du gerne ein Kind oder wärst du jetzt gerne erwachsen?
Nee, lieber wieder ein Baby (lacht).
Jetzt können wir Fotos machen. Danke, dass du mit mir gesprochen hast Ella. Du bist echt ein cooles Mädchen. Hat es dir auch Spaß gemacht?
Ja. Danke fürs Eis! Machen wir jetzt Fotos?
Ich gehe bezahlen. Hier hast du meine Kamera. Mach doch schon mal selbst ein Bild.
Echt?
Klar, warum nicht?
(Ella fotografiert ihre Mama)

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