Weltgebetstag: Verbunden mit den Frauen der Bahamas

70 Frauen waren am Freitag in die Nicolai-Kirche gekommen, um am Weltgebetstag der Frauen teilzunehmen. - Fotos: Domke

Halver/Oberbrügge - Vereint im Rahmen des Weltgebetstages der Frauen kamen am Freitag rund 70 katholische, evangelische und frei-evangelische Halveranerinnen in der Nicolai-Kirche zusammen. In Lobpreis, Gebet, Fürbitte und Gesang verbanden sie sich mit den Frauen der Bahamas, die in diesem Jahr im Mittelpunkt des Gebetstages standen.

Von Friederike Domke

„Begreift ihr meine Liebe?“ – diese Frage hatten die Frauen des Inselstaates für den gestrigen Tag ausgesucht, der in mehr als 170 Ländern gefeiert wurde. „Eine einzige Frage“, sagte Dorothea Turck-Brudereck, die die Predigt hielt, „bringt uns alle zusammen. Und es ist die eine Person, die uns verbindet und die Liebe, die uns alle vereint.“ Grundlage des Gottesdienstes waren die Verse 1 bis 17 aus Johannes 13, in denen davon berichtet wird, dass Jesus auf dem Weg zu seiner Kreuzigung seinen Jüngern die Füße wäscht. „Hier erreicht seine Liebe ihren Höhepunkt“, betonte Turck-Brudereck.

Doch nicht nur im Gebet, in Liedern und in stiller Andacht schafften die Halveranerinnen gestern ein Band der Verbundenheit mit den Frauen der Bahamas und der restlichen Welt. Zu Beginn des Gottesdienstes erfuhren sie anhand eines Bildervortrages vieles über Land und Leute – auf der einen Seite die Schönheit der Natur, auf der anderen Seite die Probleme, mit denen Frauen dort heute immer noch zu kämpfen haben. „Deutlich weniger Mädchen als Jungen machen heute auf den Bahamas einen Schulabschluss“, erfuhren die Halveranerinnen in der Nicolai-Kirche. Das läge unter anderem an der Vielzahl der Teenager-Schwangerschaften. Doch gebe es Organisationen und Menschen, die sich nicht nur für einen Schulabschluss und die berufliche Zukunft von Mädchen und Frauen einsetzten, sondern beispielsweise auch für das Frauenwahlrecht. So gebe es heute durchaus Frauen in Politik und Verwaltung. Und noch eins erfuhren die Gäste in der evangelischen Kirche: „Die Bahamas haben die höchste Rate an Brustkrebserkrankungen weltweit.“ Die Gründe dafür seien aber noch nicht geklärt.

Im Anschluss an den Gottesdienst ließen die Frauen bei Kaffee und Kuchen das Gehörte Revue passieren. Gebäck und eine Tasse Tee gab es bei den Frauen in Oberbrügge vor dem Gottesdienst. Sie trafen sich im evangelischen Gemeindehaus und machten sich ebenfalls anhand eines Bildervortrages ein Bild von den Frauen auf den Bahamas. Danach fand ein konfessionsübergreifender Gottesdienst in der evangelischen Kirche am Nocken statt.

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