Weiterer Kreisverkehr in der Innenstadt möglich

So könnte er mal aussehen: der Kreisverkehr im Bereich Frankfurter-/Bahnhofstraße. ▪ Quelle: Stadt Halver

HALVER ▪ Der erste Kreisverkehr ist seit fast vier Monaten in Betrieb, schon gibt es erste Pläne für einen weiteren Kreisel: Wie aus der Beschlussvorlage der Verwaltung für den Planungsausschuss hervorgeht, könnte die Ampelanlage im Kreuzungsbereich Frankfurter-/Bahnhofstraße bald der Vergangenheit angehören.

Grund für die anstehende Neuerung ist die Erschließung des Bahngeländes, für das bekanntlich möglichst noch in diesem Jahr ein Investor gefunden werden soll. Wie es aus dem Fachbereich „Bauen und Wohnen“ heißt, fand bereits Ende Januar ein Informationsgespräch mit dem Rechtsanwalt Prof. Dr. Stephan Hertwig statt, in dem es um die Wettbewerbs- und Ausschreibungsverfahren zur Investorensuche ging, Mitte Februar haben der Beschlussvorlage nach mehrere Gespräche mit Versorgern und Verkehrsbetrieben über Leitungen und den Öffentlichen Personennahverkehr stattgefunden.

Parallel dazu hat sich der Bau-Fachbereich jedoch auch Gedanken über die künftige Verkehrsführung im Bereich des Bahngeländes gemacht. Und neben einer neuen Erschließungsstraße mit Anbindung der Bahnhofstraße, Hagedornstraße und Südstraße (wir berichteten) ist eben auch die Entfernung der Ampelanlage im Bereich Bahnhofstraße/Frankfurter Straße ein Thema. „Das ist eigentlich schon lange im Gespräch“, erinnert Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel an die einstige Umgestaltung der Frankfurter Straße in eine Tempo-20-Zone. „Eigentlich sind bei den dort gefahrenen Geschwindigkeiten keine Ampeln mehr notwendig. Im Zuge der Schulwegsicherung hat man vorerst jedoch an den Anlagen festgehalten.“ Zumal bereits damals der Sparkassen-Neubau sowie die Umgestaltung des Bahngeländes diskutiert wurden. „Das wollten wir abwarten, ehe wir die Ampeln demontieren“, so Engel, der angesichts des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommens aus der Bahnhofstraße einen Kreisel für die künftig beste Lösung hält.

Im Zuge der nun fortschreitenden Pläne für das Bahngelände wolle man frühzeitig das Votum der Politik zur künftigen Verkehrsführung abfragen, erklärte der Fachbereichsleiter auf AA-Anfrage. Der Kreisverkehr am ZOB – der auch Querungshilfen für Fußgänger beinhaltet (siehe Foto) – ist nur ein Bestandteil der Vorschläge. Des Weiteren wurde auch bereits die teilweise Sperrung der Frankfurter Straße am Alten Markt thematisiert, die von den Akteuren der Naturbühne angeregt wurde. Diese Sperrung würden die Verkehrsbetriebe jedoch ebenso ablehnen wie zahlreiche Geschäftsleute – der AA hatte in der vergangenen Woche über entsprechende Äußerungen einiger „Pro Halver“-Mitglieder berichtet.

Gegenüber der Märkischen Verkehrsgesellschaft und dem Busverkehr Ruhr Sieg habe die Verwaltung darüber hinaus auch die Öffnung des ZOB für den allgemeinen Verkehr angeregt. Doch hätten beide Gesellschaften dieser Öffnung nicht zugestimmt, da unter anderem das gefahrlose Passieren der Fahrbahn nicht mehr gewährleistet sei. ▪ Frank Zacharias

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