Erste Anfragen für das Neubaugebiet Schmittenkamp in Oberbrügge liegen vor

Schmittenkamp: Verkauf der ersten Grundstücke voraussichtlich noch dieses Jahr

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Das Baugebiet Schmittenkamp: 50 Bauplätze und Grundstücksgrößen von 550 bis 650 Quadratmetern sind geplant.

Oberbrügge - Rund um das geplante Neubaugebiet Schmittenkamp in Oberbrügge-Ehringhausen entwickelte sich am Montag bei einer Bürgeranhörung im Bürgerhaus Oberbrügge eine angeregte Diskussion.

Vorrangiges Ziel der Informationsveranstaltung war es, Anregungen aus Reihen der Bürgerschaft aufzunehmen und Gelegenheit zur Erörterung zu geben. Die Stadt Halver bemühe sich, attraktive Baugebiete auszuweisen, erklärte Bürgermeister Michael Brosch bei der Begrüßung. Mit dem Ratsbeschluss vom 24. September vergangenen Jahres sei im Bereich Ehringhausen das Verfahren eingeleitet worden.

Neben Brosch waren bei der Versammlung Kämmerer Markus Tempelmann, Stadtplaner Peter Kaczor und Michael Schmidt (Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen) zugegen. Die Pläne für das Neubaugebiet stellte Volker Finger vom beauftragten Planungsbüro „Finger Bauplan – Planungsbüro für Bauwesen“ aus Sundern vor. 

Kämmerer stellt Zeitplan vor

Mit dem Zeitplan machte vorab Markus Tempelmann bekannt. Vor dem Hintergrund, dass das Baukindergeld bis Ende 2020 befristet sei, habe sich die Stadt für ein beschleunigtes Verfahren gemäß Paragraf 13 des deutschen Baugesetzbuches entschieden. „Das Baukindergeld ist besser als sein Ruf“, betonte der Kämmerer. Vor allem bei kleineren und mittleren Einkommen wirke sich das Baukindergeld positiv aus. Daher sei an einen Verkauf der ersten Grundstücke „eventuell noch vor Weihnachten“ gedacht. 25 bis 30 Anfragen lägen bereits vor. 

Standen den Bürgern Rede und Antwort: Michael Schmidt, Michael Brosch, Markus Tempelmann, Stadtplaner Peter Kaczor und Volker Finger (von links).

Die Erschließung und verkehrstechnische Anbindung des 4,5 Hektar großen Neubaugebiets werde über die Schmiedestraße geschehen, erläuterte Volker Finger. Bei dem Gebiet handle es sich um einen 15 bis 20 Prozent geneigten Südhang mit 50 Bauplätzen und Grundstücksgrößen von 550 bis 650 Quadratmetern. Nur eine Zufahrt sei geplant. „Es ist keine weitere Vernetzung mit anderen Baugebieten geplant.“ 

Volker Finger vom zuständigen Planungsbüro.

Die maximal erlaubte Gebäudehöhe betrage rund zehn Meter über dem Gelände. Die Hanglage sei prädestiniert, auch Keller zu bauen. Geplant sei zudem, pro Haus zwei Stellplätze einzufordern, um möglichst viele Fahrzeuge von der Straße zu holen. Viel Freiraum bei der Gestaltung der Häuser und Auswahl des Bauträgers sicherten die Verantwortlichen potenziellen Häuslebauern zu. 

Fragen zur Schulkapazität in Oberbrügge

Bei den Fragen aus Reihen der Zuhörer ging es unter anderem um die Schulkapazität und einen sicheren Schulweg der Kinder. „Es wird unser Bestreben sein, dass Oberbrügger Kinder auch in Oberbrügge zur Schule gehen können“, versicherte Michael Brosch. Überdies kam die Anregung, nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch kleine Mehrfamilienhäuser, die sich ins Neubaugebiet einpassen, zu bauen. 

Auf Glasfaserkabel („Keine veraltete Technik einbauen“), Kriterien bei der Vergabe von Grundstücken („Die Kinderzahl entscheidet“) und die Zeitdauer der Bebauung zielten die Fragen. „Wir wollen keine Spekulanten.“ Es müsse innerhalb von drei Jahren gebaut werden. „Wir werden auch über soziale Komponenten sprechen.“ 

Auf Kosten beim Ausbau der Schmiedestraße im für die Erschließung und verkehrstechnische Anbindung zielten Anwohnerfragen. Da die Schmiedestraße in den 60er-Jahren noch nicht endgültig hergestellt worden sei, müssten die Anwohner mit Beiträgen rechnen, bestätigte der Bürgermeister.

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