Klimaschutzkonzept

Erstes Klima-Café mit vielen Ideen

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Klimaschutz im Blick: Beim ersten Klima-Café kamen Ideen wie Bürgergärten und mehr Begrünung auf.

Halver - Die Sammlung der Ideen zum Klimaschutz ging am Montag in die nächste Runde. Das erste Klima-Café fand im Kulturbahnhof statt. Nun geht es einen Schritt weiter.

„Wir wollen uns nicht nur in Essen Gedanken machen. Uns geht es darum, möglichst viele Anregungen vor Ort einzuholen.“ Zu vier Themenbereichen sammelten Andreas Hübner und Kim Wrede von der Gertec Planungs- und Ingenieurgesellschaft (Essen) am Montag im Kulturbahnhof Ideen und Anregungen der Bürger zum Klimaschutz. 

In den Blick nahmen die Beteiligten dabei vor allem die Reduzierung der jährlichen Treibhausgas-Emissionen. Die Gertec-Gesellschaft ist vom Märkischen Kreis mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für acht Kommunen beauftragt. Im Rahmen des ersten von insgesamt acht Klimacafés, die der Märkische Kreis in diesem Zusammenhang durchführen wird, hatten die Halveraner Gelegenheit, ihre Gedanken in die Klimadiskussion einzubringen. Um die Themenbereiche Anpassung an die Folgen des Klimawandels, Klimaschutz im Alltag, klimafreundliche Mobilität sowie Energieeinsparung und Energieversorgung drehte sich an vier Thementischen die Diskussion. 

An vier farblich unterschiedenen Thementischen hatten die Halveraner Gelegenheit, ihre Ideen in die Klimadiskussion einzubringen.

An drei von vier Runden konnten die Bürger im Verlauf des Abends teilnehmen. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Michael Brosch über die Teilnahme zahlreicher Ratsmitglieder an der neuartigen Veranstaltung. Seitens des Märkischen Kreises hieß er die Klimaschutzbeauftragte Petra Schaller bei der Versammlung willkommen. EU und Bund hätten sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt, betonte Brosch. „Bis 2050 sollen die jährlichen Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken.“ Das Zwischenziel für 2020 – 40 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 – habe Deutschland mit lediglich 27,7 Prozent verfehlt. Folgen des Klimawandels sprach er an. 

Probleme des Klimawandels

„Wir werden diese globalen Probleme nicht hier in Halver lösen, aber können sicher einen kleinen Beitrag dazu leisten.“ Wichtig sei, die Zusammenhänge zu verstehen und daraus Anregungen für einen eigenen persönlichen Beitrag abzuleiten. Dazu könne eine Veranstaltung wie diese beitragen. „Die individuelle Verantwortung ist wichtig“, ergänzte Andreas Hübner (Gertec). Bei der Berechnung der Emissionen aus Verkehr, Wirtschaft und Privathaushalten werde der Bereich Ernährung und Konsum häufig vergessen. 

„Das ist persönlich zu beeinflussen“, erklärte er. Jeder Thementisch war farblich mit einer anderen (Papier)Tischdecke ausgestattet, auf denen die Teilnehmer ihre Ideen und Anregungen schriftlich festhalten konnten. Neben den beiden Gertec-Mitarbeiten leiteten Ramona Ullrich und Peter Kaczor von der Stadtverwaltung Halver die Diskussionsrunden. Eine Vielzahl von Vorschlägen kam bei den angeregten Gesprächen zusammen. Die Lieblingsideen der Teilnehmer, auf farbigen Karten vermerkt, fassten die Gertec Mitarbeiter am Ende zusammen. 

Im Bereich Mobilität lauteten die Schlagworte: Vorrang für den Radverkehr, kostenloser ÖPNV, autonom fahrende Wasserstoffbusse, Fahr- und Fußweggemeinschaften bilden oder induktive Ladestation. 

Die Verantwortlichen: Andreas Hübner (Gertec), Bürgermeister Michael Brosch, Peter Kaczor, Kim Wrede (Gertec), Ramona Ullrich und Petra Schaller vom Märkischen Kreis (von links).

Zu Konsum, Alltag und Ernährung fiel den Teilnehmern ein: Bürgergärten, regionale Produkte, Repaircafé, Infos zu Fleisch oder braune Tonne einführen. 

Beim Thema Anpassung waren Begrünung von Schulhöfen, die Verschattung der Innenstadt, der Schutz bestehender Bäume, die Anlage von Obstalleen oder die Renaturierung der Volme weitere Themen. Energie einsparen soll unter anderem Straßenbeleuchtung bei Bedarf. 

In die acht Bücher, die die Gertec-Planer für die acht beteiligten Kommunen erstellen, sollen im Anhang alle eingebrachten Ideen ihren Platz finden. Wichtig sei es jetzt, möglichst viele Ideen zu finden, die schnell umsetzbar sind.

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