Weiter keine Klarheit im Fall totgebissener Kaninchen

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Der Stall im Garten von Uwe Hofbauer wurde bei dem mutmaßlichen Angriff der Jagdhunde stark beschädigt.

Halver -  Der Tod dreier Stallkaninchen Am Hilgenstock und in Mittel-Carthausen gibt weiter Rätsel auf.

Angegriffen und totgebissen wurden sie laut Zeugenangaben durch zwei freilaufende Jagdhunde. Und zwei solcher Jagdhunde wurden am Ostermontag im Bereich Berge aufgelesen und dem Tierschutz übergeben. Doch ein Zusammenhang ist damit nicht belegt.

Rückblick: Unsere Redaktion berichtete am 31. März und 1. April von den beiden Vorfällen, bei denen zwei freilaufende Jagdhunde insgesamt drei Kaninchen getötet haben sollen. Der Halveraner Uwe Hofbauer traf in der Nacht zum 28. März gegen 1.40 Uhr in seinem Garten Am Hilgenstock auf zwei freilaufende Jagdhunde. Kurz nachdem er die Tiere verscheucht hatte, fand er eines der beiden Kaninchen, die in dem Stall im Garten untergebracht waren, tot auf. Teile des Stalls waren beschädigt, die Drahtgitter herausgebrochen. 

„Die Hunde haben es totgebissen.“

Sein Verdacht damals: „Die Hunde haben es totgebissen.“ Durch einen Zufall traf Hofbauer am Ostermontag gegen 15.30 Uhr erneut auf zwei freilaufende Jagdhunde. Er ist sich sicher, dass es die selben Tiere sind, die er Ende März in seinem Garten gesehen hat. Eines der Tiere war bereits freiwillig in den Kofferraum des Wagens eines Pärchens gesprungen, das ebenfalls auf die Tiere aufmerksam geworden war. Der zweite Hund sprang kurze Zeit später ebenfalls freiwillig ins Auto, sagt Hofbauer. „Wir haben die Polizei gerufen und das Ordnungsamt informiert. Danach hat das Paar im Beisein der Polizisten die Tiere bei einer Hundepension abgegeben.“ 

Genauer gesagt in der Hundepension „Hand und Pfote“ von Annegret Bartens in Magdheide. Noch am Montag fuhr Jana Schmidt vom Tierschutzverein Halver-Schalksmühle dorthin. Mithilfe eines Lesegeräts scannte sie die Chips, die beide Tiere unter dem Fell tragen, und konnte so den Besitzer ermitteln. Dieser holte die Hunde, laut Bartens eine Jagdterrier-Rasse (weiblich) und einen Hund der Rasse Bracke (männlich), am Dienstag ab. „Die Tiere seien ihm am Ostersonntag bei der Jagd abgehauen, hat mir der Besitzer erklärt“, berichtet Bartens. 

Ausgebüchste Jagdhunde schon mehrmals in Pension abgegeben

Dass Hunde bei einer Jagd ausbüchsen, später aufgelesen und bei ihr in der Pension abgeholt werden, sei mehrmals vorgekommen, berichtet Bartens, die seit 30 Jahren die Pension führt. „Es war nicht das erste Mal, dass der Besitzer der beiden Jagdhunde, die am Montag aufgelesen wurden, Hunde bei mir abgeholt hat“, sagt Bartens. Die aufgelesenen Hunde seien „hungrig, aber nicht ausgemergelt und absolut friedlich“ gewesen. „Ich hatte außerdem den Eindruck, dass sie nicht das erste Mal bei mir in der Pension waren. Sie wussten, dass sie mit mir ins Hundehaus gehen müssen, um Futter zu kriegen. Sie hatten auch keine Scheu, sich auf dem Gelände zu bewegen.“ 

Der Besitzer der beiden Jagdhunde bestätigt im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger, dass die Tiere bei einer Jagd in Berge am Ostersonntag entlaufen seien. Außerdem erklärt er: „Dass da in der Vergangenheit Kaninchen totgebissen wurden, tut mir auch leid. Aber meine Hunde haben damit nichts zu tun.“

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