Weihnachtliches Chorkonzert: Volle Bänke in Oberbrügge

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Vom Piano aus lenkte Chorleiterin Sofia Wawerla den MGV Oberbrügge-Ehringhausen temperamentvoll und mit viel Feingefühl beim Weihnachtskonzert der Oberbrügger Chöre.

Oberbrügge - Singend, swingend und klingend stimmten die Oberbrügger Chöre am Sonntag in der evangelischen Kirche am Glockenweg auf Weihnachten ein.

Nach wetterbedingtem Ausfall des Konzerts im Vorjahr, als ein Schneesturm einen Auftritt unmöglich machte, reichten diesmal die Kirchenbänke für die große Zahl der Zuhörer nicht aus. Zusätzliche Stühle mussten herbeigeschafft werden, damit alle, die gekommen waren, sitzen konnten.

Vier Chöre – den Posaunenchor Oberbrügge, den MGV Oberbrügge-Ehringhausen und seinen Projektchor sowie den Gospelchor The Albert Singers – kündigte Pfarrer Thomas Wienand in seiner Begrüßung an. Inhaltlich werde in den Liedern und Weisen vieles von dem zu hören sein, was einst im Stall von Bethlehem geschah. 

Das Wunder der Weihnacht 

Im Wechsel brachten die Chöre ihren Zuhörern auf stilistisch sehr vielfältige, abwechslungsreiche Weise das Wunder der Weihnacht nahe. Durch das Programm führte Elfi Bittihn. 

Als Gast war Saxofonist Rudolf F. Nauhauser bei mancher Melodie mit seinem ausdrucksvollen Spiel das Zünglein an der Waage. Karl Jenkins „Adiemus“, vom Projektchor als einer der gefeierten Höhepunkte des Konzerts dargeboten, war eine davon. Auf der Djembe begleitete Manfred Baumgart die klangschöne Lautmalerei. 

Von der Empore aus steckte der Posaunenchor unter Leitung von Heribert Janz mit der jubilierenden Weise „Tochter Zion freue dich“ mit Vorfreude auf Weihnachten an. Alle Hektik der Vorweihnachtszeit verschwand bei den andächtigen, fröhlichen und verträumten Melodien der Bläser aus den Gedanken. 

Spieltechnisch versiert und stilsicher stimmten sie in das Loblied der Engel über die Geburt Jesu („Hark! The Herald Angels Sing“) ein und entführten mit Felix Bernhard ins „Winter Wonderland“. Auf den „Weihnachtsstern“, die Sehnsucht des einsamen Seemanns nach der Heimat und das Geschehen in der Heiligen Nacht richtete der Männerchor sein Augenmerk. 

Der Posaunenchor Oberbrügge stimmte seine frohen und andächtigen Weisen von der Empore aus an.

Unter Leitung von Sofia Wawerla (Piano), die auch den großen Projektchor einfühlsam durch den Abend geleitete, erfasste der Chor eindrucksvoll die Gefühlstiefe und den Zauber der berührenden Lieder. Sehnsucht, Staunen und Freude schwangen in den farbig und nuancenreich dargebotenen Liedern des Chores mit. Präzise gelang die Textausdeutung. 

Ihrem Titel Konzertchor machten The Albert Singers unter Leitung von Matthias Ortmann alle Ehre. Forte und piano, in Originalversionen und swingenden Bearbeitungen ihres Chorleiters blickten die Gospelsänger auf die Weihnachtszeit. Mit Glaubenszuversicht steckte da der populäre Song „Believe“ aus dem „Polar Express“ an.

Kollekte für den Aussichtsturm 

Vom „Traum der Weihnachtszeit“ spannte der Projektchor aus Männern, Frauen und Jugendlichen zum innigen russischen Kirchengesang „Tebje Pajom“ einen weiten Bogen. Nach „Adiemus“ gelang auch mit „We are the world“ und dem Appell, die Welt für die Kinder zu erhalten, ein großer Wurf. 

A cappella und mit Begleitung sangen die Chöre ihre Lieder. Bei freiem Eintritt sammelten die Oberbrügger am Ausgang eine Kollekte ein, die zur Hälfte für den Aussichtsturm, zur Hälfte für den Besuch des Studentenchors und des kleinen Kammerchors aus Omsk (17. bis 27. Mai) bestimmt war.

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