Christus-König-Gemeinde Halver

Kein Sternsinger-Segen an der Haustür

Heiligabend-Gottesdienst Christus-König-Gemeinde Halver
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Auch im Internet gefragt: der Live-Stream des Heiligabend-Gottesdienstes der katholischen Christus-König-Gemeinde.

Halver – Die Corona-Krise ist längst in jeden Winkel des täglichen Lebens vorgedrungen. Auch die Sternsinger der katholischen Christus-König-Kirchengemeinde sind nicht verschont geblieben. Anno 2021 dürfen die Halveraner Mädchen und Jungen nicht von Tür zu Tür ziehen und den Segenswunsch „C + M + B“ („Christus mansionem benedicat“/Christus segne dieses Haus) überbringen. Doch die Gemeinde hat Alternativen erarbeitet. Kontaktlose Alternativen.

Am Freitagnachmittag wird ein Team unter der Leitung von Ralf Wegerhoff an verschiedenen Orten im Stadtgebiet und in der katholischen Kirche an der Hermann-Köhler-Straße Szenen für einen kleinen Film drehen. In den Hauptrollen die Sternsinger. Dieser Film wird dann im Internet abrufbar sein. Zusätzlich besteht für die katholischen Gemeindemitglieder die Möglichkeit, sich den Segen der Sternsinger persönlich abzuholen – und zwar am Samstag ab 11 Uhr in der katholischen Kirche, mit dem notwendigen Abstand. Für die weltweiten Projekte des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ kann vor Ort oder auch online gespendet werden.

Informationen zu den Spenden-Möglichkeiten und zur Arbeit des Kindermissionswerkes sollen die Gemeindemitglieder zudem in ihren Briefkästen finden. Entsprechende Handzettel werden in den kommenden Tagen diejenigen Erwachsenen, die ansonsten die Sternsinger-Kinder begleiten, einwerfen. „Es werden nur die Erwachsenen unterwegs sein, es werden keine Besuche sein, es klingelt also niemand“, sagt Pfarrer Claus Optenhöfel von der Christus-König-Gemeinde im Vorfeld.

Die alternative Sternsinger-Aktion ist nur eine von vielen Auswirkungen, die Optenhöfels Gemeinde derzeit zu spüren bekommt. Die Zahl der Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen war aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen drastisch reduziert worden, seit dem 27. Dezember und vorerst bis auf Weiteres werden überhaupt keine Präsenzgottesdienste mehr gefeiert. An Heiligabend feierte die Gemeinde deshalb eine besondere Premiere. Der weihnachtliche Gottesdienst wurde per Livestream übertragen, war also in Echtzeit im Internet zu verfolgen. „Das ist sehr gut angekommen“, freute sich Claus Optenhöfel in der Rückschau. Gleiches galt für das von Sandra Schnell und Christoph Wippermann produzierte Krippenspiel der Pfarrei, das alle abgesagten Kinderkrippenfeiern ersetzte. Komplettiert wird das Online-Angebot der Gemeinde derzeit von sogenannten Impulsen. Das sind online abrufbare Videos von 15 bis 30 Minuten Länge zu verschiedenen Themenbereichen. Den persönlichen Kontakt und den Präsenzgottesdienst ersetzen, können diese Maßnahmen in Gänze sicher nicht, aber sie geben ein Stück weit Halt in einer weiterhin schwierigen Zeit. „Wir erleben in der Gemeinde eine große Bandbreite an Reaktionen auf die Corona-Krise“, sagt Claus Optenhöfel, „das spiegelt die Gesellschaft wider.“ Vergleichsweise gelassene Reaktionen hat der Pfarrer ebenso ausgemacht wie extrem schwierige Situationen. Gerade das Abschiednehmen nach dem Verlust eines geliebten Menschen stelle sich, so Optenhöfel, aufgrund der Kontaktbeschränkungen häufig als problematisch dar.

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