Unaufgeregt in die Testpflicht

Corona: Was macht die 3G-Regel mit Gastronomie und Friseuren?

Tim Paulsen, Inhaber des Cattlemen‘s auf der Karlshöhe.
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Tim Paulsen, Inhaber des Cattlemen‘s auf der Karlshöhe.

Ab Freitag gilt die neue Corona-Schutzverordnung. Dann wird auf die 3G-Regel gesetzt. Der Stufenplan ist damit hinfällig.

Halver - Ab einer Inzidenz von 35 setzt demnach diese neue Regelung ein. In Einzelhandel, Gastro, Dienstleistern & Co. müssen Kunden genesen, geimpft oder getestet sein.

Friseur

Eine Maske werden Friseure und ihre Kunden weiterhin tragen. Auf einen Test aber können Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, nicht mehr verzichten. In den Salon kommen darf nur noch, wer getestet, geimpft oder genesen ist – so schreibt es die neue Corona-Schutzverordnung vor.

Dirk Michael Weber vom gleichnamigen Geschäft an der Von-Vincke-Straße vermutet, dass diese Regelung die Schwarzarbeit fördern kann. Noch immer gebe es genügend Menschen, die sich nicht testen lassen möchten. Wenn der Test in Zukunft etwas kostet, wehren sich vielleicht noch mehr gegen eine Testung. Aber es sind nur Vermutungen, betont der 61-Jähriger, der seit 1988 den Salon in Halver betreibt.

In der Geschäftsgeschichte, die 1956 begann, war Corona der härteste Einschnitt. „Aber es ging allen so“, sagt der Meisterfriseur. Die Situation sei mittlerweile wieder besser, auch wenn „noch Luft nach oben“ sei. Wie sich die neue Regelung tatsächlich aufs Geschäft auswirkt, könne man erst in ein paar Wochen sagen, erklärt Weber. Aber: Der Halveraner bleibt optimistisch.

Gastronomie

Die sich ständig verändernden Regelungen zur Pandemielagen haben die Gastronomie in den mehr als anderthalb Jahren Zeit, Geld und Nerven gekostet. „Wir mussten zwei Mal schließen“, sagt Tim Paulsen, Inhaber des Cattlemen’s auf der Karlshöhe, beim Blick in den Rückspiegel.

Vieles läuft ohnehin digital im Restaurant, auch die Registrierung.

Doch inzwischen gibt es Erfahrungen und Routinen – und ein bisschen mehr Gelassenheit, wenn sich ab Freitag das Regelwerk aufs Neue ändert. „Natürlich werden wir das anwenden. Daran kommen wir ohnehin nicht vorbei.“ Vor dem Burger in Restaurant & Beer Bar steht also der Nachweis für eines der drei Gs – das heißt, dass ohne abgeschlossene Impfung beziehungsweise Genesung ein Test nachgewiesen werden muss. Die Registrierung der Gäste kann über eine selbst entwickelte App problemlos per QR-Code erfolgen, auf Wunsch auch in Papierform. „Das klappt reibungslos“, sagt Paulsen. „Die Gäste fühlen sich sicher.“ Er gehe davon aus, „genauso viele Burger wie zuvor“ unter die Halveraner zu bringen, auch wenn der Test im Oktober aller Voraussicht nach kostenpflichtig werde. Auswirkung werde dann seiner Einschätzung nach sein, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen können oder wollen und ungetestet sind, das Essen bestellen und am Restaurant abholen. Diese Möglichkeit bestehe in unveränderter Form. Essen ausgefahren wird allerdings nicht: „Wir sind ein Restaurant, kein Imbiss-Lieferservice.“

„Da wir im Märkischen Kreis bei einer Inzidenz von über 35 liegen, ist von den Veranstaltern und Gastronomen zu kontrollieren, ob jemand immunisiert oder negativ getestet ist – andernfalls muss der Zutritt untersagt werden“, macht Kreissprecher Alexander Bange deutlich.

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