Das Konzept für den Aussichtsturm steht

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Peter Bell (links), Bürgermeister Michael Brosch und Cathrin Brückmann sind guter Dinge in Sachen Aussichtsturm.

Halver - „Das Gutachten ist da“, kündigte Bürgermeister Michael Brosch bereits am Montag in der Ratssitzung an. Gemeint ist das Konzept für die Instandsetzung des Aussichtsturms an der Karlshöhe.

Und mit dem Gutachten ist klar, dass es bei den geschätzten Kosten von 750 000 Euro bleiben wird. Peter Bell, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins Halver, Cathrin Brückmann vom zuständigen Architekturbüro Brückmann und Brosch sind guter Dinge. 

Durch die Untersuchungen an dem Turm durch Experten haben sich mehrere Probleme aufgetan, die bei der Instandsetzung berücksichtigt werden müssen. „Die Stützen sind zum Beispiel gar nicht mit dem Turm verbunden“, sagt Brückmann. Hinzu komme das Gewicht des Turms, das seit dem ursprünglichen Bau gestiegen ist. Grund dafür sind zum Beispiel verschiedene Einbauten wie die Betontreppe. „Vorher gab es nur eine Holztreppe“, erklärt Brückmann.

Verrostete Träger im Inneren des Turms 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entwässerung und Belüftung des Denkmals. „Der Turm ist ein einziger Schwamm“, sagt Brückmann. Durch Öffnungen im Turm habe es reingeregnet. Dadurch seien zum Beispiel Träger im Inneren verrostet. Außerdem habe die Nässe die Ziegelmauersteine zerstört. Die Verkehrssicherheit des Turms wird bei der Instandsetzung ebenfalls verändert. Zur Absturzsicherung ist ein neues Geländer geplant. 

Doch bevor die Arbeiten im Frühjahr 2018 beginnen, geht es aktuell um die Entscheidung zweier Stiftungen. 100 000 Euro stellt voraussichtlich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung. Für den Vertrag der ersten 20 000 Euro liegt die Deadline im Oktober. Danach werde laut Brosch ein Folgeantrag für die restlichen 80 000 Euro gestellt. Die Entscheidung falle im März 2018. 

Zusätzlich wurde ein Antrag auf 200 000 Euro bei der NRW-Stiftung gestellt. Die Entscheidung wird im November bekannt gegeben. „Die NRW-Stiftung fördert projektbezogen“, erklärt Brosch. Bei einer Bewilligung der Förderung gebe es sofort die komplette Summe. Mit dem Anteil von 350 000 Euro, den die Stadt aus ihren Mitteln beisteuert, wären das 650 000 Euro. 

Mehr als 55 000 Euro auf dem Spendenkonto 

Die restlichen 100 000 Euro sind durch viele Spenden fast erreicht. Auf dem Spendenkonto, das der Heimatverein eingerichtet hat, befindet sich laut Bell mehr als 55 000 Euro. Auf dem Halveraner Herbst hat er mit einer Aktion, bei der 140 Quadrate eines Bilds vom Turm verkauft wurden, 3500 Euro eingenommen. 

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir alle Quadrate verkaufen“, sagt Bell. Es seien am Sonntag viele Leute gezielt zum Stand des Heimatvereins gekommen. Sogar eine Frau aus Erlangen, die gebürtig aus Halver kommt, seit extra angereist. Sowohl ältere Menschen als auch Jugendliche setzen sich für den Turm ein, sagt Bell. „Das ist ein wirkliches Zeichen, dass die Halveraner den Turm behalten wollen.“ Bell könne sich durchaus vorstellen, solch eine Aktion auch auf dem Weihnachtsmarkt anzubieten.

Weitere Maßnahmen laufen zurzeit: Das Ehepaar Kortmann aus dem gleichnamigen Geschäft an der Frankfurter Straße legt noch bis Ende des Monats jeweils fünf Euro bei einem Passbild-Verkauf für den Turm zur Seite. Die Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums werden in der kommenden Woche eine Spende von ihrem Spendenwandertag überreichen. „Wir rechnen mit einem vierstelligen Betrag“, sagt Brosch. 

Sammeldosen ab November in den Geschäften

Ab November werden außerdem Sammeldosen in Form des Turms in verschiedenen Geschäften, Banken und Praxen ausgestellt. Ob der Turm zum 125-jährigen Turmjubiläum fertig ist, ist nicht klar. Aber Michael Brosch verspricht: „Wir werden das Turmjubiläum feiern.“

Spendenkonten „Initiative Aussichtsturm“ des Heimatvereins Halver: Sparkasse Lüdenscheid, IBAN DE40 4585 0005 0000 2473 04 und Volksbank im Märkischen Kreis e.G., IBAN DE21 4476 1534 0220 2845 00

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