Baugebiete hoch im Kurs

Nachfrage nach Baugrund ist hoch - Wartelisten für noch nicht existierende Grundstücke

Baugebiet Schmittenkamp Halver
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April 2020: Vor einem Jahr war von dem Baugebiet noch nichts zu sehen.

Die Liste für die Baugrundstücke sind voll. Nun gibt es bereits lange Wartelisten für Baugrund, der noch gar nicht festgelegt ist.

Oberbrügge – Wer sich für ein Baugrundstück am Schmittenkamp interessiert, wird inzwischen auf die potenziellen Gebiete Herksiepe und Schillerstein in der Verlängerung des Linger Weges verwiesen. Denn das Neubaugebiet in Oberbrügge-Ehringhausen ist im Prinzip ausverkauft.

Von den 46 Bauplätzen, die seit Beginn der noch laufenden Erschließung entstanden sind, sind nach Angaben von Kämmerer Markus Tempelmann 39 definitiv verkauft. Der Zeitpunkt des Lockdowns im Frühjahr sei offenbar der richtige Zeitpunkt gewesen, mit der Vermarktung der Grundstücke zu starten.

Sieben Grundstücke noch offen

Damit bleiben in diesem Baugebiet noch sieben Grundstücke. Doch die seien durchweg bereits reserviert. Sollten Interessenten abspringen, stünden weitere Familien bereits auf der Warteliste, so Tempelmann auf unsere Nachfrage.

Bemerkenswert dabei ist, dass es Wartelisten aber auch schon für die kleineren Baugebiete Herksiepe und Schillerstein gibt, die im beschleunigten Verfahren verabschiedet werden sollen. Bis zum Jahresende muss die Stadt den offiziellen Satzungsbeschluss gefasst haben. Je nach konkreter Ausgestaltung könnten dort insgesamt bis zu 30 Grundstücke erschlossen und vermarktet werden. Tempelmann spricht von bereits 60 Anfragen, die dafür vorlägen.

Mehrfamilienhäuser stehen noch aus

Ganz abgeschlossen ist die Vermarktung am Schmittenkamp insofern noch nicht, weil die vorgesehene Bebauung im unteren Teil des Gebiets mit Mehrfamilienhäusern noch aussteht. Zunächst geht es um vier von fünf dafür vorgesehene Grundstücke, die die Stadt jetzt aktiv vermarkten will. Eine der Flächen wird zunächst noch zurückgehalten. Drei Kriterien würden zu gleichen Teilen bei der Vergabe berücksichtigt:

  • die Zahl der geschaffenen Wohnungen
  • die Anzahl der Wohnungen, für die es ein Belegungsrecht mit Wohnberechtigungsschein gibt
  • der Preis, den der Käufer für die Grundstücke anbietet.

Für diese Bauplätze, wo günstiger Mietwohnungsraum geschaffen werden soll, gilt allerdings eine Untergrenze. Unter 140 Euro pro Quadratmeter gibt die Stadt die Flächen nicht ab. Diese Bauplätze, im Plan die Plätze 2 bis 5, sind mit 823 Quadratmetern exakt gleich groß.

Vermarktung hat positive Auswirkungen

Ist das Neubaugebiet in Ehringhausen abgewickelt, geht der Kämmerer in der Gesamtrechnung von einem Erlös „in siebenstelliger Höhe“ aus. Damit habe die Erschließung aus Tempelmanns Sicht in gleich dreifacher Hinsicht positive Auswirkungen.

Man habe jungen Familien helfen können, die auf der Suche nach den eigenen vier Wänden waren. Der wirtschaftliche Erfolg der Vermarktung schließe Lücken an anderer Stelle und rette andere Projekte. Die 40 000 Euro an Mehrkosten beim großen Spielplatz seien vor diesem Hintergrund zu verschmerzen, nennt Tempelmann als konkretes Beispiel. Und nicht zuletzt sichere der Zuzug junger Familien beziehungsweise von jungen und vielleicht noch kinderlosen Paaren mittelfristig auch die Schullandschaft in Oberbrügge, wenn die Geburtenzahlen perspektivisch zurückgingen.

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