Wappenteller der Stadt Halver für Wolfgang Löhn

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Halver - Ein Hauch von Nervosität schwang mit beim Vorsitzenden Birger Giersiepen, als Wolfgang Löhn am Freitagabend nicht ganz pünktlich zur Jahreshauptversammlung des Reit- und Fahrvereins Halver an der Karlshöhe eintraf. War Löhn doch – ohne es zu wissen – eine der Hauptpersonen des Abends.

Bürgermeister Michael Brosch war vor Ort, um den langjährigen RVH-Chef mit dem Wappenteller der Stadt Halver auszuzeichnen. Und so rief Giersiepen nach den üblichen Regularien der Zusammenkunft unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ den Bürgermeister nach vorn. 

Der gratulierte zunächst Giersiepen selbst für dessen erstes Jahr an der Spitze des Vereins, bevor er dazu überging, den immer noch ahnungslosen Wolfgang Löhn zu ehren. „Wenn es darum geht, freiwillige Arbeit zu verteilen, gehen häufig nicht die Finger hoch, sondern die Blicke Richtung Tischkante“, sagte Brosch. Daher sei es umso wichtiger, dass es in Vereinen Menschen gibt, die sich einsetzen; die den Verein prägen und gestalten – selbst wenn es um den Club einmal nicht ganz so rosig bestellt sei. 

„Eine Stadt wie unsere, im ländlichen Raum, lebt in ganz besonderem Maße vom Ehrenamt“, betonte Brosch, bevor er die „Katze aus dem Sack“ ließ und Löhn direkt ansprach: „Dieses Ehrenamt macht unsere Region aus – und Menschen wie Wolfgang Löhn sind da ganz vorne dabei.“ Der ehemalige, langjährige Vorsitzende des Reitvereins war sichtlich überrascht ob der Ehrung. 

Im Hauptausschuss der Stadt sei einstimmig beschlossen worden, Löhns Engagement mit einem Wappenteller auszuzeichnen, berichtete Brosch. Schließlich war Löhn mehr als 40 Jahre im RVH-Vorstand tätig, 23 Jahre davon als Vorsitzender des Vereins und auch als Jugendwart, Pressewart und stellvertretender Vorsitzender.

Es gebe in den heimischen Vereinen meist einen harten Kern von Menschen, auf die man sich verlassen könne, die immer mit anpackten und ohne die Großereignisse nicht zu stemmen seien, so Brosch. Wolfgang Löhn sei einer von diesen Menschen. „Dafür gebührt ihm großer Dank.“ 

Der Bürgermeister hatte neben dem Wappenteller auch noch eine Flasche Halveraner Rotwein für Löhn im Gepäck. Der indes freute sich über die Überraschung, mit der er nicht gerechnet hatte. „Ich habe doch bei meinem Abschied im vergangenen Jahr schon so viele Präsente erhalten“, schüttelte er den Kopf. „Da seht ihr nun selbst einen Pressesprecher mal sprachlos“, lachte Löhn.

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