Wann Fahrschüler „Fahrschüler“ sind

Eltern müssen ihre Kinder in Halver nicht in die nächstgelegene Grundschule schicken – dann aber für die Fahrtkosten aufkommen.

HALVER ▪ Schuleinzugsbezirke gehören in Halver schon seit 2008 der Vergangenheit an. Doch die Wahlfreiheit der Eltern bedeutet nicht zugleich, dass sämtliche Fragen zum Thema „Grundschulanmeldung“ geklärt sind, wie Reinhard Neuhaus vom Fachbereich „Bürgerdienste“ auf AA-Anfrage erklärt.

Insbesondere die Übernahme der Kosten für Fahrschüler sei kompliziert. Das machte er auch im Rahmen des Schul- und Kulturausschusses am Dienstag deutlich, nachdem Dr. Sabine Wallmann (UWG) nach den Beförderungskosten für Grundschüler gefragt hatte.

Grundsätzlich gilt: Jeder Schüler hat nur dann Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten, wenn er die von seinem Wohnsitz nächstgelegene Schule besucht – es gilt der Fußweg. Somit müssen Eltern ihre Wahlfreiheit mitunter teuer bezahlen. Ohnehin zahlt die Stadt die Fahrtkosten nur für solche Kinder, die mehr als zwei Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen oder deren Schulweg besonders gefährlich ist.

Eine besondere Regelung für die Anwohnerkinder des Neuen Herwegs läuft aus: Vor Aufhebung der Schulbezirksgrenzen wurde dieser Stadtteil der Grundschule Oberbrügge zugeordnet. Dies war zurückzuführen auf die Raumnot der innerstädtischen Schulen Anfang der 1990er Jahre. Mit der Neuregelung 2008 ist für die Kinder vom Neuen Herweg indes die Lindenhofschule die nächstgelegene Einrichtung. „Wir haben trotzdem Kosten für Kinder übernommen, die da bereits zur Oberbrügger Schule gingen“, räumt Neuhaus ein. Diese Regelung habe man auch bei Geschwisterkindern fortgeführt. Eine Besonderheit, die spätestens mit dem Übergang der betroffenen Mädchen und Jungen zur weiterführenden Schule endet. „Auch hier gilt grundsätzlich natürlich, dass die Fahrt vom Neuen Herweg zur Grundschule Oberbrügge privat finanziert werden muss.“

Das klingt eindeutig, doch sei die Fahrtkostenregelung für Schüler ein äußerst komplexes Konstrukt, für das manchmal jeder Einzelfall genau überprüft werden müsse, so Reinhard Neuhaus. „Eltern sind dann schnell verunsichert“, weiß er. Doch für Fragen rund um dieses Thema gibt es Antworten: „Natürlich informieren wir gerne über die Regelung.“ Reinhard Neuhaus ist unter der Rufnummer 0 23 53 / 7 31 40 zu erreichen. ▪ Frank Zacharias

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