Mit dem Bagger auf Leitungssuche

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Mit dem Bagger begeben sich die Helfer auf die Suche nach einer alten Dränageleitung. ▪

HALVER ▪ Weil nach der Badesaison vor der Badesaison ist, stehen im Waldfreibad Herpine derzeit nicht nur Einwinterungsarbeiten auf dem Programm, sondern gibt es auch schon erste Vorbereitungen für die Saison 2013.

Hinter der Herpine liegt ein sehr durchwachsenes Badejahr. Insgesamt 25 953 Badegäste zählten die Betreiber. „Am Anfang dachten wir, es würde ein sehr schlechtes Jahr werden. Aber der August hat uns gerettet“, erklärt Schwimmmeister Rainer Hutt. Es könne aber besser sein. Um die Attraktivität des Waldfreibades zu steigern, krempeln Rainer Hutt und viele Helfer nun die Ärmel hoch. „Wir tun jetzt schon was für das kommende Jahr“, so der Schwimmmeister.

Und so fand am Donnerstag schweres Gerät den Weg ins Waldfreibad. Mit einem Bagger begibt sich das Team nun auf die Suche nach einer alten Dränageleitung. „Die stammt noch aus dem vorigen Jahrtausend“, erklärt Hutt. Mit der Eröffnung des Kinderbeckens sei zwar eine neue Dränage angelegt worden, diese könne jedoch bei stärkerem Regen das Wasser nicht komplett aufnehmen. Ergebnis: Auf der Wiese bilden sich immer wieder Pfützen.

„Man kann die Fläche dann mit flachen Schuhen gar nicht betreten“, sagt der Schwimmmeister. Das soll für die kommende Saison geändert werden. Die Suche nach der alten Leitung gestalte sich jedoch recht schwierig, da es keine Pläne aus der damaligen Zeit gebe. Sobald die alte Leitung gefunden sei, wolle man diese mit der neuen vom Kinderbecken verbinden. Um die Wiese vor Beschädigungen durch die Fahrzeuge – insbesondere das zum Abtransport der ausgegrabenen Erde – zu schützen, legen die Helfer Schwerlastplatten aus.

Und noch eine Neuerung soll es in der Badesaison 2013 geben: ein Trampolin. Für das 2,25 mal 1,25 Meter große Gerät werden schon jetzt das passende Loch im Boden sowie Dränage und Einfassung fertiggestellt. „Das Trampolin an sich kommt dann im nächsten Frühjahr raus“, so Hutt.

Neben den Vorbereitungen für die kommende Saison gilt es jetzt auch, das Waldfreibad winterfest zu machen. Dazu muss immer wieder das Laub von der 30 000 Quadratmeter großen Anlage entfernt werden. Zudem holt Rainer Hutt die Absorbermatten vom Dach, um sie einzulagern. Die Matten versorgen das Becken während der Saison mit warmem Wasser. Dazu wird zunächst Wasser aus dem Becken über Pumpen auf das Dach transportiert. Dort erwärmt die Sonne das Wasser, das anschließend über eine Dusche am Spielgerät wieder ins Schwimmbecken zurückgeführt wird.

Sowohl die Matten, als auch die Pumpen müssen sorgfältig verstaut werden, um sie gut über den Winter bringen. ▪ Von Jana Peuckert

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