Es wird eine Herpine-Saison geben

Herpine öffnet mit Corona-Regeln - Waldfreibad plant baldigen Besuchereinlass

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Aufatmen im Waldfreibad Herpine: Familie Hutt hat ein Konzept entwickelt, um die Türen bald wieder öffnen zu können.

Halver – Aufatmen bei Familie Hutt im Waldfreibad Herpine. Sie dürfen öffnen. Und sie werden es.

Seit Samstag liegen den Betreibern des Waldfreibads Herpine die Vorgaben des Landes dazu vor. Anhand dieser Richtlinien haben sie gemeinsam mit dem Freundeskreis Herpine ein Infektionsschutz- und Zugangskonzept erstellt. Ihr Konzept haben sie bereits dem Gesundheitsamt vorgelegt und bis auf Kleinigkeiten, die sie jetzt noch verbessern, ist das Amt zufrieden. 

Auf einen genauen Termin legen sie sich noch nicht fest, aber an einem der Pfingsttage soll es soweit sein. Bei hoffentlich bestem Wetter ist der Sprung ins kühle Nass und das Liegen auf der Wiese umgeben von Wald wieder möglich. Aber: unter Corona-Spielregeln.

2000 Besucher sind erlaubt

Das Freibad hat 30 000 Quadratmeter Grundfläche. Aufgrund der Topografie und abzüglich der Wasserfläche, legt das Team der Herpine 20 000 Quadratmeter Fläche zur Berechnung der maximalen Besucherzahl zugrunde. Die Vorgaben sagen: eine Person pro zehn Quadratmeter. Damit würden 2000 Personen gleichzeitig, unter Wahrung der Abstandsregel von 1,5 Meter, das Bad besuchen dürfen.

Die ein- und ausgehenden Personen werden erfasst. „Wir arbeiten gerade an einer Lösung, diese Zahl fast in Echtzeit auf unserer Website zu veröffentlichen, sodass gerade an heißen Wochenenden die Möglichkeit besteht, vor Anreise zu überprüfen, ob es im Augenblick Sinn macht, sich auf den Weg zu machen“, sagt Jana Eilhardt vom Freundeskreis der Herpine. „So wollen wir vermeiden, dass es Ansammlungen vor einem eventuell geschlossenen Tor gibt.“ 

Eine weitere Grundvoraussetzung dafür, dass die Herpine öffnen darf, ist, dass Namen und Anschrift sowie Ein- und Ausgangszeit aller Gäste erfasst werden. Die Daten werden vier Wochen gespeichert. 

Saisonkarten erleichtern den Eintritt

Geschäftsführer Phillipp Hutt empfiehlt, eine Saisonkarte zu kaufen. Denn diese werden um einen Barcode erweitert, der bei Betreten und Verlassen des Bades gescannt wird. „Wir möchten unseren Gästen damit ersparen, bei jedem Besuch Listen ausfüllen zu müssen“, erklärt Eilhardt. Tagesbesucher ohne Saisonkarten werden um das Ausfüllen der Liste nicht herumkommen. Wann mit dem Verkauf gestartet wird, hängt von der Umsetzung des Barcodes ab. 

In dieser Saison wird es keine ermäßigten Saisonkarten weder im Vorverkauf noch für die Mitglieder des Freundeskreises geben. „Bei den umzusetzenden Maßnahmen und dem verspäteten Start der Saison sind wir auf jeden Cent angewiesen“, sagt Eilhardt und bittet um Verständnis. Der Besitz einer Saisonkarte berechtigt nicht zum Eintritt in das Freibad, wenn die zulässige Personenzahl damit überschritten wäre. 

Appell an Badegäste: Selbstverantwortung ist wichtig

„Wir setzen auf Selbstverantwortung und bitten unsere Gäste eigenverantwortlich die derzeit geltenden Regeln des Abstandes, der Handdesinfektion einzuhalten“, sagt Eilhardt. Und auch Phillip Hutt sagt ganz klar, wenn die Regeln nicht eingehalten werden und sie sehen, dass es nicht funktioniert, wird das Bad geschlossen. 

Es wird eine weitere Person eingestellt, die die geforderten Desinfektionsmaßnahmen im laufenden Betrieb durchführen wird. Alle notwendigen Einrichtungen wie Desinfektionsmittelspender, Scheiben vor den Kassen werden momentan eingerichtet. Hutt betont aber, dass es nicht leistbar ist, zwischen allen Badegästen den Abstand zu kontrollieren, und die Badaufsicht nicht vernachlässigt werden darf. Noch mehr Personal einzustellen, sei nicht möglich. Die Familie, die die Herpine betreibt, ist daher auch stark von Besuchern abhängig, die sich entsprechend an die Regeln halten.

Ein halber Meter Wasser fehlt noch. Der muss dazu gekauft werden.

Das gilt vor allem am Kinderbecken. „Wir möchten es gerne für unsere kleinen Gäste öffnen. Für die Einhaltung des Kontaktverbotes sind jedoch die Eltern selbst zuständig.“ 

Duschen bleiben geschlossen

Unsere Einzelumkleiden und die Toiletten können benutzt werden. Die Duschen im Gebäude bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Es gibt allerdings zwei Außenduschen an den Beckeneingängen. 

Der Kiosk wird mit den geltenden Auflagen der Gastronomie betrieben. Die Tische auf den Terrassen, im Kiosk und auf der Hauptterrasse werden in größerem Abstand gestellt. 

Waldfreibad Herpine bereitet sich auf Öffnung vor

Es wird keinen Verleih von Liegen, Sonnenschirmen, Spielzeug, Sportgeräten und Vorhängeschlössern geben. Wer die Schließfächer nutzen möchte, muss sich ein eigenes Schloss mitbringen. Die Strandkörbe können wie gehabt ausgeliehen werden. Sobald das Gesundheitsamt die Genehmigung erteilt, geben die Betreiber den genauen Termin bekannt. „Wir tun unser Möglichstes.“ 

Unterstützung vom Freundeskreis und der Firma Escha

Geholfen haben bei der Umsetzung neben des Freundeskreises auch die Stadt Halver und die Firma Escha, denen Familie Hutt sehr dankbar ist. Escha hilft mit seiner IT-Abteilung bei der Datenerfassung und stellt Schilder her, die im gesamten Bad auf die Regeln hinweisen. Die Stadt hat ihre Hilfe angeboten. In Anspruch nehmen die Hutts diese jetzt, um das Becken mit Wasser zu füllen. Rund ein halber Meter fehle noch, aber das Wasser müssten sie kaufen, weil der Bach nicht mehr genüge.

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