Herpine wird gefördert

Herpine bekommt barrierefreien Zugang

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Eine Kombination aus Treppe und Rampe soll nach der Erneuerung der maroden Beckenwand einen barrierefreien Zugang zum Becken ermöglichen, erklärt Herpine-Geschäftsführer Phillipp Hutt.

Halver - Als eine von acht NRW-Kommunen, die Fördermittel von Land und Bund für den Erhalt und Ausbau ihrer Schwimmbäder bekommen, erhält auch Halver 581 000 Euro für das Waldfreibad Herpine.

Zur Gesamtmaßnahme gehört auch ein barrierefreier Zugang zum Becken. Das nicht gerade sommerliche Wetter und die dadurch geringere Besucherzahl geben Herpine-Geschäftsführer Phillipp Hutt derzeit nicht gerade Anlass zur Freude. Die Mitteilung des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, dass die Herpine zu den geförderten kommunalen Schwimmbädern gehört, dagegen schon. „Das freut uns natürlich sehr“, sagt Hutt. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir sofort mit dabei sind.“ 

Im Februar wurden Mittel aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ beantragt, in dem seit vergangenem Jahr auch Schwimmbäder förderfähig sind. Deswegen habe man mit der Herpine GmbH, Stadt und Architekten ein Konzept erarbeitet. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Kämmerer Markus Tempelmann auf 768 000 Euro. Bei einer Förderung von 90 Prozent über den Investitionspakt wäre das eine Bruttosumme von 691 000 Euro. 

Die Beckenwände haben es nötig

Da aber die Herpine GmbH vorsteuerabzugsberechtigt sei, werde aber die Nettosumme, also 581 000 Euro ausgezahlt, wie Tempelmann erklärt. Über den Förderbescheid freue man sich bei der Stadt ebenso wie bei der Herpine. „Es geht darum, die alten maroden Beckenwände zu erneuern, die zum Teil noch aus den 1950er- und 1960er-Jahren stammen“, erklärt Hutt. „Es war klar, dass wir mittelfristig etwas machen müssen, denn mit Flicken ist es nicht mehr getan.“ 

Hutt hätte gerne sämtliche noch nicht sanierte Beckenwände – nur im Schwimmerbereich wurden sie bereits erneuert – neu gemacht, doch bei geschätzten Kosten von 1,8 Millionen Euro wäre ein solches Vorhaben nicht gefördert worden. „Wir haben es dann abgespeckt und uns auf die schlechteste Beckenwand fokussiert – auf der Seite, wo die Rutsche ist“, erklärt Hutt. 

Neue Wand für das Nichtschwimmerbecken

Geplant ist, mit den Fördermitteln auf einer Länge von 80 bis 100 Metern vom Sprungbrett bis zum Ende des Ein- und Ausstiegs im Nichtschwimmerbereich eine neue Wand zu ziehen. Dabei soll dann auch eine neue Treppenanlage aus Edelstahl eingebaut werden. „Es wird eine Kombination aus Treppe und Rampe sein, was dann den barrierefreien Zugang ins Becken gewährleistet“, erläutert Hutt. „Man kann dann von der Terrasse ohne große Einschränkung ins Wasser kommen.“ 

Beim Förderzuschlag habe das vermutlich auch eine Rolle gespielt, sagt Hutt: „Der barrierefreie Zugang war ein wichtiger Faktor und auch die Bürgerbeteiligung am Bad.“ Das Konzept und der Antrag selbst – erstellt von Kai Hellmann bei der Stadt und durch Jana Eilhardt vom Herpine-Freundeskreis optisch ansprechend aufbereitet – hätten aber eine ebenso große Rolle gespielt, ist Hutt sich sicher. Der Beckenumgang werde bei der Erneuerung der Mauer ebenfalls neu gepflastert, sodass er später so aussieht wie bereits jetzt im Schwimmerbereich. 

Wasserrutsche muss verlängert werden

„In dem Zuge muss dann auch die Wasserrutsche verlängert werden, weil es sonst nicht mehr passt“, sagt Hutt. Auch ein paar Geländearbeiten werden dabei noch hinzukommen. Umgesetzt werden soll das Projekt allerdings nicht nach der aktuellen Saison, sondern erst nach der Badesaison 2020, erklärt der Herpine-Chef: „Wir müssten dann jetzt alles europaweit ausschreiben und dabei sämtliche Fristen einhalten – da hättest du in diesem Jahr keine Chance. Deswegen machen wir es nach der nächsten Saison.“

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