Nach Rekordsommer: Mehrere Investitionen in die Herpine

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2014 wurden die Beckenwände im Schwimmerbereich erneuert. In den kommenden Jahren möchte die Herpine auch die restlichen Wände sanieren, die zum Teil 80 Jahre alt sind.

Halver - Nach dem Rekordsommer sind an der Herpine – neben den üblichen Wintervorbereitungen – mehrere Investitionen geplant. Noch in diesem Jahr werden die Pumpen ausgetauscht und die Solaranlage repariert. Mittelfristig soll eine große Summe in die Erneuerung der Beckenwände fließen.

„Es war wirklich ein Rekordsommer in den 85 Jahren Geschichte, das muss man ganz klar sagen“, sagt Phillipp Hutt, Geschäftsführer der Herpine.

„76 000 Badegäste bei 17 000 Einwohnern ist schon eine herausragende Zahl.“ Solche Besucherzahlen würden sonst Freibäder in Großstädten erreichen. Die damit verbundenen Einnahmen ermöglichen in diesem und den kommenden Jahren mehrere Investitionen. 

Rückstellung für Beckenwände 

Wie in anderen Bädern gebe es auch in der Herpine einen Investitionsstau, den man seit einigen Jahren nach und nach abarbeite. „Einen großen Brocken haben wir noch vor der Brust, das ist die Sanierung der restlichen Beckenwände“, sagt Hutt. 2014 wurden die Wände im Schwimmerbereich erneuert, nun sollen die anderen – teilweise 80 Jahre alten – Wände zusammen mit dem Beckenumgang folgen. „Dafür laufen noch die Planungen“, sagt Hutt. Eine konkrete Summe gebe es noch nicht, aber die Kosten tendierten in Richtung einer Million Euro. „Dafür werden nun auch aus den Einnahmen dieses Jahres Rückstellungen gebildet.“ 

Wann diese Großinvestition genau beginne, ist noch offen. „Aber mittelfristig, also in den nächsten zwei bis drei Jahren, werden wir daran gehen.“ Drei neue Pumpen für die Herpine Doch auch in diesem Jahr wird noch investiert, unter anderem in neue Umwälzpumpen. 

Herpine-Geschäftsführer Philipp Hutt mit einer der neuen Umwälzpumpen, die in dieser Woche installiert werden sollen.

„Wir hatten ein bisschen Glück, dass es ein Förderprogramm vom Bund gibt, das den Austausch von alten gegen neue energieeffiziente Pumpen fördert“, sagt Hutt. Mithilfe der Stadt wurde ein Antrag beim Förderprogramm „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ gestellt, der vom Bundesumweltministerium auch bewilligt wurde. 

Das Programm übernimmt mehr als 8500 Euro von den rund 17 400 Euro, die die Lieferung der beiden Pumpen kostet – die Rechnung für den Einbau liegt laut Stadt noch nicht vor. Eine neue Pumpe – Kosten rund 11 700 Euro – wurde von der Stadt ohne Förderung bereits zur vergangenen Saison angeschafft und eingebaut. 

In dieser Woche folgen nun die anderen beiden, sagt Hutt. An der Solaranlage – zuständig für die Warmwasserversorgung – stehen ebenfalls Arbeiten an. „Die ist mittlerweile zehn Jahre alt und da liegt jetzt einiges im Argen“, sagt Hutt. „Wir werden da einiges investieren müssen, um sie wieder fit zu machen.“ Er rechnet mit einer Summe von 4000 bis 5000 Euro. 

Gasheizung und neue Fritteusen für Kiosk

Auch ein großer Gas-Tank soll in den kommenden Wochen an der Herpine installiert werden. „Wir möchten die Gebäude künftig mit Gas beheizen und nicht mehr wie bisher mit Strom über Nachtspeicheröfen“, sagt Hutt. Die komplette Heizungsanlage inklusive Gas-Tank, Therme und Leitungen wird circa 20 000 Euro kosten. 

Dabei wird auch eine Leitung zum Kiosk gelegt, um die neuen Fritteusen zu versorgen. „Durch den großen Andrang am Kiosk haben wir festgestellt, dass unsere Kapazitäten bei den Fritteusen nicht ausreichen“, erklärt Hutt. Es sei daher geplant, eine neue Küchenzeile mit vier neuen Hochleistungs-Fritteusen zu installieren. Derzeit würden dort noch Angebote eingeholt.

Die Arbeiten will man im kommenden Jahr vor Beginn der neuen Badesaison durchführen. Daneben laufen die alljährlichen Vorbereitungen auf den Winter. Im Außenbereich werden das Laub entfernt, Sträucher geschnitten und Beete gepflegt. „Wir machen dabei auch immer kleine Schönheitsreparaturen“, sagt Hutt. Momentan wird das Steinbeet am Kiosk abgeschlossen. Aber auch die Technik wird winterfest gemacht. 

„Alle Leitungen und Filter werden entleert, damit keine Frostschäden entstehen.“ Auch die Chlorgasanalge wird zum Teil demontiert und zum Service geschickt. „Das betrifft 16 Chlorgasventile, die gereinigt werden und neue Dichtungsringe bekommen.“ Vor Saisonbeginn baut sie eine Fachfirma wieder ein.

Im Herpinebecken herrscht Ebbe 

Dass die Herpine momentan fast leer ist, hat hingegen nichts mit den Wintervorbereitungen zu tun. Abgelassen wird das Wasser nämlich immer erst vor der Badesaison, um das Becken zu reinigen. Im Winter lässt man es dagegen gefüllt, sagt Hutt. Wasser sei der beste Schutz vor Frostschäden. 

Im Moment ist der Nichtschwimmerbereich allerdings trocken, denn es ist schlicht kein Wasser da. Im Hälverbach herrscht seit Monaten Ebbe, sagt Hutt: „Ich habe immer gedacht, das reicht irgendwann nicht mehr, aber die Saison hindurch hat es noch geklappt.“

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