AfD insgesamt rückläufig, aber in einzelnen Bezirken stark

Wahltag ohne Pleiten, Pech und Pannen

Wahlamt, Halver, Rathaus
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Wahlmodus off. Das Wahlamt im Rathaus ist geschlossen. Geöffnet wird es wieder im Mai 2022. Dann steht die Landtagswahl ins Haus. 

Am Ende des Tages war es in Halver eine Bundestagswahl ohne Pleiten, Pech und Pannen. Um 18 Uhr hatten 9338 von 12 155 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, 9240 davon waren gültig. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 76,82 Prozent.

Halver - Ein besonderer Dank gelte erneut den freiwilligen Wahlhelfern, sagt Bürgermeister Michael Brosch im Rückblick. 126 von ihnen besetzten die zwölf Wahllokale und sechs Briefwahlbezirke. Ihre Sorge sei vielfach gewesen, angesichts extrem vieler Briefwahlanträge im Wahllokal nichts zu tun zu haben. Das stellte sich als unbegründet heraus. Bei der Verteilung von Urkunden und Erfrischungsgeldern (35 Euro) habe er sich vielfach in Wählerschlangen einreihen müssen.

Störaktionen

Von Parteien am rechten Rand angekündigte Besucher zur „Wahlbeobachtung“ blieben in Halver aus. Es habe im Vorfeld „merkwürdige Mails“ entsprechenden Inhalts gegeben, die man weniger als Ankündigung stiller Beobachter, sondern als Störmanöver bei der Auszählung empfunden habe, was zu Irritationen bei der Auszählung bei den Wahlhelfern hätte führen können.

Auszählung

Die Auszählung der Stimmen verlief weitgehend reibungsfrei. Dass einzelne Wahllokale hängen, ist im Grunde an jedem Wahlabend zu beobachten. Später dran als die Wahllokale waren erwartungsgemäß tatsächlich die Briefwahlbezirke aufgrund der Vielzahl an Stimmen. Entsprechend spät lieferte als letzter gegen 21.20 Uhr ein Briefwahlbezirk. Noch einmal nachgeguckt werden musste auch noch in der Lindenhofschule.

Auffälligkeiten

Besorgnis über hohe Werte für die AfD hatten auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers Vorsitzende aller in Halver vertretenen Parteien deutlich gemacht. Ähnlich äußerte sich am Montag auch Bürgermeister Michael Brosch. Mit 22,7 Prozent der Zweitstimmen, Spitzenwert in Oberbrügge, wäre sie hinter der CDU auf Platz 2 gelandet noch vor der SPD. Stark war die Partei vom rechten Rand mit 17,2 Prozent auch im benachbarten Bürgerhaus, ebenso (18,4 Prozent) in der Humboldtschule (Aula) und mit 14,4 Prozent beispielsweise in der Firma Markes in Oeckinghausen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Ergebnisse der Briefwahl in die Werte nicht einfließen, weil sie – anders als bei der Kommunalwahl – nicht wahlbezirksscharf zugeordnet werden. Im Ergebnis lag die Partei damit am Sonntag bei 9,64 Prozent nach 10,23 Prozent bei der letzten Bundestagswahl.

Streuung

Die größte Streuung im Wahlverhalten legten die Grünen beim Wahlgang hin. Im Bürgerhaus Oberbrügge machten 3,74 Prozent der Wähler das Kreuz bei ihnen (Zweitstimmen). Das obere Ende markierte die Turnhalle des TuS Grünenbaum mit 19,48 Prozent. Gemittelt am Ende kamen die Grünen zu 11 Prozent nach 5,66 Prozent im Jahr 2017.

Auch bei der Beteiligung direkt in den Wahllokalen gehen die Werte auseinander. 27,29 Prozent der Wahlberechtigten gingen ins Wahllokal im AFG, 44,5 Prozent ins evangelische Gemeindehaus.

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