Waffen-Amnestieregelung: Möglichkeit bisher nicht genutzt

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Aktuell könne Menschen nicht gemeldete Waffen bei der Polizei abgeben, ohne eine Strafe zu bekommen

Halver - Wer eine nicht gemeldete Schusswaffe sein Eigen nennt, – also illegal in seinem Besitz hat – der hat nun die Möglichkeit, diese abzugeben und ohne Strafe davonzukommen. Denn seit Kurzem gilt eine sogenannte Amnestieregelung.

Genutzt wurde diese Gelegenheit bisher weder in Halver noch in den anderen Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises. Wie Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis, auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers mitteilte, wurde bislang im gesamten Märkischen Kreis noch keine illegale Waffe im Zuge der Amnestieregelung abgegeben. 

Gleiches gilt übrigens auch für die Stadt Hagen: Denn auch im „Tor zum Ruhrgebiet“ beträgt die Zahl bisher Null. Im Jahr 2009 gab es eine solche Möglichkeit schon einmal: In Hagen kamen dabei rund 500 Schusswaffen zusammen. 

Die Möglichkeit, eine illegale Waffe abzugeben, bleibt noch geraume Zeit bestehen. So können bis zum 5. Juli des kommenden Jahres nicht gemeldete Schusswaffen ohne Konsequenzen abgegeben werden. Wer eine illegale Waffe aushändigt, – dies ist übrigens bei jeder Polizeidienststelle möglich – muss dafür nichts zahlen. Man muss nur bei der Abgabe der Waffe und gegebenenfalls auch Munition eine schriftliche Verzichtserklärung abgeben. 

Jede seitens der Polizeidienststellen eingesammelte Waffe wird vernichtet – unter Umständen wird zuvor noch untersucht, ob sie mit einer Straftat in Zusammenhang steht. 

Unter den Menschen, die in Hagen eine illegale Waffe abgeben haben, seien beispielsweise auch Erben, die die erlaubnispflichtige Waffe noch im Haus liegen haben. Auch Schützen, die eine Waffe haben, die zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht meldepflichtig gewesen sei, nutzten die Amnestieregelung.

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