Vorstand zum Verkauf der Jahnturnhalle ermächtigt

Die Jahnturnhalle: Der Vorstand des TuS Halver ist nun ermächtigt, sie zu verkaufen.

HALVER ▪ Hat der TuS Halver eine Zukunft? Diese Frage beschäftigte am Mittwochabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins die Mitglieder in besonderem Maße. Denn: Es steht schlechter denn je um den Halveraner Mehrspartenverein.

Das größte Problem ist weiter die Jahnturnhalle, die in gewohnter Regelmäßigkeit ein großes Loch in den Haushalt reißt. Damit soll nun aber Schluss sein. Die überschaubare Gruppe von 26 Mitgliedern beschloss, den Vorstand zum Verkauf der vereinseigenen Halle zu ermächtigen. Wie die Führungsriege um Georg Bischofs berichtete, gibt es zwei Optionen. Möglichkeit eins sieht bei einem Verkauf den sofortigen Auszug des Vereins vor, während die zweite Option einen festen Kaufvertrag samt Anzahlung beinhaltet, der dem TuS aber eine gewisse Übergangszeit zum Umzug in neue Räume verschafft. Allerdings würde der Gesamterlös bei diesem Model „deutlich geringer“ ausfallen, wie Kassierer Manfred Fahsig erklärte. Für die Mehrheit der anwesenden Mitglieder wäre der sofortige Verkauf die beste Option, da nach Meinung der Versammlung das Geld, welches bei dem zweiten Model erlöst würde, nur das Minus der Halle über die Jahre ausgleichen würde.

Eine Sanierung der Halle kommt hingegen nicht mehr in Frage. „Diese Halle entspricht in der heutigen Zeit in keiner Weise mehr dem gängigen Sportbetrieb“, gab Fahsig eine Beurteilung durch den Landessportbund wieder.

Folgerichtige Diskussionen gab es speziell über die Zukunft jener Abteilungen, die derzeit in der Jahnhalle ihre Kurse anbieten. Wo und wie diese neue Räume finden, blieb offen. Allerdings wurde einmal mehr deutlich, dass der Verkauf der Jahnturnhalle schnellstmöglich geschehen muss. Denn alleine im Jahr 2010 verursachte das Gebäude einen Fehlbetrag von rund 21 000 Euro. Seit 2007 hat die Jahnturnhalle somit ein Gesamtminus von ungefähr 95 000 Euro „eingebracht“. Insgesamt machte der Verein ein Jahresminus von 18 320 Euro und musste zur Deckung erneut auf seine Rücklagen zurückgreifen. Kassierer Manfred Fahsig machte deutlich, dass ohne ein entsprechendes Gegensteuern in einem weiteren Jahr die Reserven des TuS aufgebraucht seien. Zumal die Zahl der Mitglieder von 720 (2009) deutlich auf nunmehr 661 (2010) gesunken ist. Eine sorgenfreie Zukunft sieht ganz sicher anders aus... ▪ wes

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