Vorsicht beim Zwitschern

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Großer Ansturm: Mehr als 100 Interessierte kamen am Dienstagabend in die Aula der Realschule. ▪

HALVER ▪ Bei den Erwachsenen sind sie spätestens seit dem Thema Datenschutz in aller Munde. In der jüngeren Generation ist die Verbreitung und Nutzung von Twitter, Facebook & Co. dagegen bereits fest im Alltag integriert. Grund genug also, dass sich Eltern und Kinder einmal etwas mehr mit den sozialen Netzwerken im Internet beschäftigen. Das sah auch die Realschule Halver so und lud am Dienstag zum zweiten Teil der Reihe „Gefahren im Internet“ in die Aula der Schule ein.

Mit beachtlichem Erfolg, denn bis auf wenige Plätze war der Raum mit mehr als 100 Zuhörern gut besucht. Anders als bei der ersten Veranstaltung waren diesmal explizit Kinder und Jugendliche eingeladen, was sich deutlich bemerkbar machte.

„Ich möchte Ihnen keine Angst machen, wenn Sie die ganzen Sachen gleich hören“, wollte Informatiklehrer Joachim Enk keine große Verunsicherung vor allem bei den Erwachsenen stiften. Doch was er ihnen danach präsentierte, verursachte sicher bei dem einen oder anderen einen kleinen Schock. Allen voran die extrem lange „Halbwertzeit“ der Daten, die im Internet bleiben, auch wenn sie einmal gelöscht sind, skizzierten ein wenig freudiges Bild.

„Was einmal im Internet ist, bleibt meistens für immer irgendwo erhalten“, erklärte Enk den Umfang des Internets. Um sich davor besser zu schützen, riet er dazu, so wenige persönliche Daten wie möglich preiszugeben. „Es gibt ja nicht nur Freunde und Bekannte, die sich diese Sachen anschauen. Auch Personalabteilungen suchen mittlerweile gezielt nach Personen und Daten“, versuchte Enk darauf hinzuweisen, dass Fotos und Einträge mittlerweile auch dazu führen können, dass Bewerber nicht mehr berücksichtigt werden. Anhand von Beispielen in verschiedenen Portalen und Netzwerken zeigte er, was sich so alles über einen im Internet finden lässt.

Dass eines der probatesten Mittel gegen solche Szenarien der verantwortungsvolle Umgang mit Daten ist, machte Joachim Enk zwar deutlich. Doch das bei den Jugendlichen, aber auch bei den Eltern, vor allem das Erlernen von Medienkompetenz die wohl wichtigste Rolle spielt, fand nur eine kurze Erwähnung. ▪ Von Wesley Baankreis

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