Vorschlag: Ein Ringverkehr für die Innenstadt

Ein Vorschlag sieht eine Einbahnstraßenlösung auf dem westlichen Teil der Frankfurter Straße – vom Runden Eck bis zur Jugendheimstraße – vor, in Verbindung mit einem Ringverkehr über ZOB und Mittelstraße. - Fotos: Ruthmann

Halver - Eine Einbahnstraßenlösung auf einem Teilbereich der Frankfurter Straße in Verbindung mit einem Ringverkehr – so könnte das „innenstadtverträgliche Verkehrskonzept“ aussehen, das am Dienstag in der Sitzung des „Forums Innenstadt“ vorgestellt wurde.

Von Det Ruthmann

Vier Planfälle stellten Hans-Joachim Hamerla sowie Jens Ebener vom Büro ASS und Michael Vieten von der Ingenieursgesellschaft Stolz für die Innenstadt, genauer gesagt, für die Frankfurter Straße vor. Von diesen würden eigentlich zwei ausscheiden. Denn wenn man auf der Frankfurter Straße nichts ändert, bekäme man angesichts von 8000 Fahrzeugen ihn 24 Stunden erhebliche Probleme, besonders durch ausparkende Fahrzeuge.

Eine Vollsperrung der Frankfurter Straße sei daher nur theoretisch denkbar. Eine Sperrung würde das Verkehrsnetz nicht verkraften, machten die Experten deutlich. Als mögliche Lösungen zeichnen sich daher eine Einbahnstraße in Verbindung mit einem Ringverkehr ab. Dafür gibt es zwei Varianten: Entweder eine kurze Einbahnstraße nur im Bereich „Alter Markt“ oder der komplette westliche Teil der Frankfurter Straße vom Runden Eck bis zur Einmündung der Jugendheimstraße.

Dazu würde die obere Bahnhofstraße (ZOB) geöffnet und die bestehende Einbahnstraßereglung der Mittelstraße umgedreht, so dass man auf die Von-Vincke-Straße ausfahren könne. Dies sei einfacher, weil das Blickfeld für die Autofahrer größer sei als aktuell beim Ausfahren aus der Frankfurter Straße auf Von-Vincke- beziehungsweise Marktstraße. Dies bringe zudem den Vorteil, dass bis zu neun zusätzliche Parkplätze im Bereich des „Alten Marktes“ – der vergrößert werden könne – eingerichtet und die Hochbeete beziehungsweise die Begrünung zurückgebaut werden könnten. Dies war in den vergangenen Sitzungen der Foren häufiger kritisiert worden.

Hamerla, Vieten und Ebener konnten zudem berichten, dass bereits Gespräche mit der MVG und BRS über neue Linienführungen der Busse gesprochen worden sei. Danach ist vorstellbar, die Busse ganz aus der Frankfurter Straße herauszuhalten. Sie würden über Bahnhof- (mit neuer Haltestelle) und Hagedornstraße auf der einen Seite und Mittel- sowie Thomas- und Von-Vincke-Straße auf der anderen Seite fahren.

„Wir sollten mit Optimismus die Gestaltung der Innenstadt angehen“, drückte Bärbel Meyrich aus, was wohl viele Forumsmitglieder dachten. Die Probleme, die bei der Umgestaltung des Verkehrs in den Randbereichen wie Süd-, Wiesen-, Jugendheim- oder auch Schulstraße befürchtet werden, sollte man auf jeden Fall im Auge behalten und im gegebenen Fall reagieren, meinte Michael Vieten. Doch man sollte nicht alles auf einmal machen.

Und angesichts der Wünsche, beispielsweise die Kreuzung Remscheider-, Frankfurter Straße und Herpiner Weg oder die von Mittel- und Von-Vincke-Straße zu Kreisverkehren auszubauen, riet Hans-Joachim Hamerla, „immer wieder Bretter zu bohren, bis es eines Tages erreicht ist“. Derzeit scheitern derartige Vorhaben an den Kosten, die von der Stadt ge-stemmt werden müssten, hatte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker erklärt.

Kai Hellmann von der Verwaltung, der die Forumssitzung wieder moderierte, wies abschließend darauf hin, dass die Halveraner Bürger am 29. Oktober über die Verkehrskonzeptvorschläge informiert werden, bevor es in den Rat und die Ausschüsse geht. Die Versammlung findet im Kulturbahnhof statt und beginnt um 18.30 Uhr. Die Einzelhändler sollen gesondert am 14. Oktober über die Konzepte informiert werden.

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