Vorbereitung auf Bahn-Reaktivierung

Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK simulieren Zugunglück im Volmetal

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Zum ersten Mal befuhr ein Personenzug der Regionalbahn 25 die Volmetalstrecke zwischen Meinerzhagen und Brügge, allerdings ging es dabei um eine Übung mit Feuerwehr und DRK.

Volmetal - Ab dem 10. Dezember fahren endlich wieder Personenzüge durch das Volmetal. Mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn erfolgt die Reaktivierung der Oberen Volmetalbahn von Meinerzhagen nach Lüdenscheid.

Voraussichtlich im kommenden Jahr, wenn die baulichen Voraussetzungen geschaffen sind, wird die Bahn auch in Oberbrügge halten. Um sich auf die Wiederaufnahme des Zugverkehrs und mögliche Einsätze vorzubereiten, absolvierten Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Deutsche Bahn am Wochenende eine Übung. 

Simuliert wurde ein Bahnunglück am Vorther Hammer in Kierspe, zu dem Feuerwehr und DRK mit einem Großaufgebot von rund 60 Helfern ausrückten. Mit dieser Übung zeigte sich Georg Würth, Leiter der Kiersper Wehr, zufrieden. Die Einsatzkräfte sammelten wichtige Erfahrungen und deckten Schwachstellen im Rettungsablauf auf, an deren Beseitigung alle Beteiligten nun arbeiten wollen. 

Baum stürzt auf Bahngleise 

Die Bahn hatte genau solch einen Zug, wie er ab dem 10. Dezember durchs Volmetal fahren wird, gestellt. In Meinerzhagen stiegen Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie andere „Verletzte“ und „Gehbehinderte“ in den Zug, wo sie von den Mitgliedern des DRK Schalksmühle als Verletzte geschminkt wurden. Der Zug prallte am Vorther Hammer gegen einen Baum, der auf die Schienen gestürzt war. 

Die fünf „Verletzten“ und „Gehbehinderten“ sowie eine Jugendgruppe, deren Mitgliedern nichts passiert war, mussten geborgen, versorgt und registriert werden. Ziel dieser Übung für DRK- und Feuerwehrhelfer war es, für den möglichen Ernstfall gerüstet zu sein. Weil der Weg zum vermeintlichen Unglücksort nicht mit Fahrzeugen zu erreichen ist, musste zu Fuß eine Strecke von 600 Metern zurückgelegt werden.

„Eine ganz neue Erfahrung“ 

Um bei der Bergung den Höhenunterschied von 90 Zentimetern zwischen Bahnwaggon und Gleisbett bewältigen zu können, wurde eine große Helferzahl benötigt. „Das war besonders für unsere jüngeren Helfer eine ganz neue Erfahrung“, meinte Würth. Gefordert war von den Einsatzkräften wegen des langen Wegs zum Unfallort eine gute Planung im Vorfeld. Die Mitnahme von Hilfsmaterialien musste genauso beachtet werden wie fehlender Handyempfang am Übungsort.

Ein weiterer Schwerpunkt der Großübung: Die Feuerwehr baute aus Steckleiterteilen eine Brücke über die Volme, um dadurch einen kürzeren Weg zum „Zugunglück“ zu haben. Schließlich sollte auch die Frage beantwortet werden, wie das „Bahndeutsch“ übersetzt wird. Einfach ausgedrückt, wie die Bahnangaben wie Streckennummer und Kilometerangabe, in den genauen Unglücksort übersetzt werden. Auch damit zeigte sich der Feuerwehrchef zufrieden.

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