Halveraner gedenken der Opfer von Krieg und Terror

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Die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Reininghaus hielt die Rede am Mahnmal. Sie erinnerte noch einmal an die Gräueltaten als Mahnung an den Frieden.

Halver - Es war ein Tag des Innehaltens, des Gedenkens, der Trauer – aber auch ein Tag der Hoffnung. Der Hoffnung darauf, dass die Erinnerung an die grausamen Taten die Menschen sensibilisiert, sie aufweckt und ermutigt, für den Frieden einzustehen. Da waren sich alle Redner bei den verschiedenen Veranstaltungen einig.

Selten war die mahnende Bedeutung des Volkstrauertags aktueller als am Sonntag. Zwei Tage nach den Terroranschlägen in Paris wurde den Menschen bewusst, dass Frieden und Freiheit keinesfalls selbstverständlich sind. „Vor und nach Kriegsende suchten zwölf Millionen Menschen eine neue Heimat. So ist es auch heute. Noch nie waren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs so viele Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Ebbinghaus im Rahmen der Gedenkfeier im Forum der Lindenhofschule.

Anschläge in Paris bewegen

„Millionen Tote und Vertriebene der beiden Weltkriege sind derart abstrakte Zahlen, dass man es sich kaum vorstellen kann, wenn man – wie ich – einer Generation angehört, die nicht dabei war“, sagte Bürgermeister Michael Brosch. Und auch wenn der Vergleich schwierig sei, so seien es an diesem Tag doch eher die Anschläge, die innerhalb kürzester Zeit Paris erschütterten, die die Menschen an diesem Volkstrauertag besonders bewegten.

Früh am Morgen trafen sich die Halveraner an dem Mahnmal an der Susannenhöhe, um den Opfern der Weltkriege zu gedenken.

„Wie muss man sich fühlen, wenn der Freund, das Kind, die Mutter, der Vater oder einfach ein lieber Mensch nicht mehr nach Hause kommt, weil er oder sie aus Sicht eines anderen die falsche Rasse, sexuelle Orientierung, Nationalität oder Religion hat? Für die Hinterbliebenen macht es keinen Unterschied, ob das vor 70 Jahren oder vorgestern passiert ist“, sagte Brosch.

"Helfen, weil wir es wollen"

Umso wichtiger sei es nun, sich für Menschen in Not zu engagieren – beispielsweise für die Flüchtlinge. Brosch: „Dieses Mal sind nicht wir Deutsche verantwortlich wie damals in den Weltkriegen. Aber wir haben die Chance, zu zeigen, dass wir gelernt haben aus unserer Geschichte und dass wir bereit sind, zu helfen. Weil wir es wollen.“

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