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Volksbank: Grundstein für Neubau in Halver ist gelegt

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Von: Frank Laudien

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Grundsteinlegung für die neue Volksbank: Die Volksbank-Vorstände Karl Michael Dommes und Roland Krebs, Bürgermeister Michael Brosch und Architekt Stefan Czarkowski (von links) verschlossen den Schacht mit der Zeitkapsel.
Grundsteinlegung für die neue Volksbank: Die Sparkassen-Vorstände Karl Michael Dommes und Roland Krebs, Bürgermeister Michael Brosch und Architekt Stefan Czarkowski (von links) verschlossen den Schacht mit der Zeitkapsel. © Frank Laudien

Eine Urkunde, eine 1-Euro-Münze, ein aktueller Geschäftsbericht, Baupläne und die aktuelle Ausgabe des Allgemeinen Anzeigers wurden am Montag in einer Zeitkapsel verschlossen. Roland Krebs und Karl Michael Dommes aus dem Vorstand der Volksbank in Südwestfalen legten die Kapsel gemeinsam mit Architekt Stefan Czarkowski und Bürgermeister Michael Brosch in einen gemauerten Schacht, der mit dem Grundstein für die neue Volksbank-Filiale an der Frankfurter Straße verschlossen wurde.

Halver – „Vielleicht hat dieses Gebäude auch irgendwann seinen Dienst getan und wird abgerissen. Dann wird man diese Kapsel finden“, wagte Roland Krebs bei der feierlichen Grundsteinlegung einen Blick in die ferne Zukunft. Auch auf die Ursprünge dieser Zeremonie ging der Firmenkundenvorstand in seiner Ansprache ein: Schon im alten Ägypten hätte man solche Ecksteine gesetzt. Im Mittelalter wären sogar Bauopfer bei der Zeremonie üblich gewesen. Er verschwieg auch nicht, dass er als Kind auf der Baustelle seiner Eltern in einen mehr als zwei Meter tiefen Schacht gefallen sei. „Sicherheit ist hier oberstes Gebot“, versprach Krebs jedoch mit Blick auf das fast fertige Erdgeschoss.

Etwas mehr Aufwand bedurften in diesem Zusammenhang auch die Arbeiten zur Absicherung. „Der Verbau im rückwärtigen Bereich war etwas aufwendiger“, erklärte Architekt Stefan Czarkowski. Um die Baugrube vor dem Einbrechen zu schützen, musste sie abgestützt werden. Nicht nur im hinteren Bereich mussten diese Arbeiten ausgeführt werden, sondern auch zur Straße hin, denn „auch der Verkehr auf der Straße übt Druck aus“, beschrieb der Architekt die Notwendigkeit der Maßnahmen. Die dadurch verlorene Zeit konnte jedoch wegen des guten Wetters schnell wieder aufgeholt werden. „Das Gebäude soll wie geplant im dritten Quartal des kommenden Jahres bezugsfertig sein“, versprach er.

Auch im Hinblick auf die Einschränkungen für die Anwohner hätte man das Schlimmste hinter sich gebracht. Ab und zu würde noch ein Schwertransport erwartet, grobe Behinderungen seien aber nicht zu erwarten. „Mit der Einbahnregelung kommen wir gut über die Bauzeit.“ Ein Lob sprach auch Roland Krebs den überwiegend heimischen Unternehmen aus, die an dem Bau beteiligt sind. Sie hätten dazu beigetragen, dass sich Krach und Staub in Grenzen hielten. Ein Abriss mitten in der Stadt unter solch beengten Verhältnissen sei eine Herausforderung gewesen. „Das neue Gebäude wird sich städtebaulich besser einfügen als das alte Gebäude“, versprach der Vorstandsvorsitzende. Die Halveraner könnten sich über eine zukunftsorientierte Filiale und ein angenehmes, barrierefreies Wohnen freuen.

Das Thema ist noch nicht genug in den Köpfen.

Bürgermeister Michael Brosch zur fehlenden Barrierefreiheit in Wohnungen

Die Barrierefreiheit ist auch ein Thema, das Bürgermeister Michael Brosch wichtig ist: „Wir haben immer noch zu wenige Wohnungen mit Barrierefreiheit“, stellte er fest. „Das Thema ist noch nicht genug in den Köpfen.“ Nicht nur ältere Menschen bräuchten solche Wohnräume, sondern auch jüngere. Auch an Frauen mit Kinderwagen müsse gedacht werden. Das neue Gebäude mit den 20 barrierefreien Wohnungen würde der Stadt sehr gut tun.

Dabei hatte sich der Bürgermeister im Vorfeld der Grundsteinlegung auch seine ganz eigenen Gedanken gemacht. „Ich habe mir vorher zwei Fragen gestellt: Wie komme ich in das Loch, und wer hält mir den Schirm?“, merkte er lächelnd an. Die Sorgen waren allerdings unbegründet, denn der Grundstein wurde auf Höhe des Gehwegs gelegt und war mit einer großen Plane überdacht.

Wer einen Blick durch die Lücken im Bauzaun wirft, wird in nächster Zeit deutliche Veränderungen erkennen können. Stefan Czarkowski erläuterte, dass das Kellergeschoss kurz vor der Fertigstellung steht. Die Decke wird bald einbetoniert, und das Erdgeschoss sowie die Tiefgarage entstehen. „Ab da sieht man schon ein Haus aus der Baugrube wachsen.“

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