Vokalensemble begeistert mit Händels „Messiah“

Das Lüdenscheider Vokalensemble präsentiere in der bis auf den letzten Platz besetzten katholischen Christus-König-Kirche den „Messias“ von Georg Friedrich Händel. ▪ von Hagen

HALVER ▪ Ein außergewöhnliches Konzert präsentierte am Sonntagabend einmal mehr das Lüdenscheider Vokalensemble unter Leitung von Mary Sherburne mit Georg Friedrich Händels „Messiah – Der Messias“. In der bis auf den letzten Platz besetzten Christus-König-Kirche an der Hermann-Köhler-Straße führte das Vokalensemble Händels einzigartiges Oratorium in englischer Sprache auf – unterstützt vom Consortium Musica Sacra Köln und hochkarätigen, international bekannten Solisten.

Den Musikern gelang es, mit ihrer exzellenten Aufführung bei den Zuhörern Begeisterung für dieses besondere Musikwerk zu wecken. Der erste Teil kündigt nach einer Ouvertüre durch prophetische Texte das Kommen des Messias an. Vom Chor präsentierte Teile wechseln mit Solopartien ab. Hier wussten sowohl die Sänger und Sängerinnen des Vokalensembles zu überzeugen, als auch die Solisten. Besonders hervorzuheben sind neben Andreas Post (Tenor) und Dominik Woerner (Bass) Rachel Nicholls (Sopran) vom Lüdenscheider Vokalensemble, die mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme zu überzeugen wusste. Eine weitere besondere Leistung war die Darbietung des Engländers James Laing (Altus), der zu den führenden Sängern der jungen Generation von Counter Tenören in England zählt.

Der zweite Teil des Oratoriums stand unter dem Zeichen der Passion, Auferstehung und Pfingsten. Ein besonderer Höhepunkt des Mittelteils ist das große „Halleluja“, intoniert vom Chor, das mit Worten aus der Offenbarung eine großartige Vision des triumphierenden Christus darstellt. Schien eine Steigerung nach diesem mitreißenden Ende des zweiten Teiles kaum möglich, setzte die Sopran-Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ des dritten Teils erneut Akzente. Händel selbst hatte diesen Text als Grabinschrift auf seinem Grabmal in Westminster Abbey bestimmt. Eine Folge von Jubelchören bis hin zum abschließenden Amen hielt die Zuhörer im dritten Teil in Atem.

Begeistert feierte das Publikum die Musiker, Sänger und natürlich einmal mehr die Leiterin Mary Sherburne zum Abschluss dieses besonderen Musikerlebnisses. ▪ Kirsten von Hagen

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