Villa Wippermann zeigt Schülerarbeiten aus der Zeit des Lockdowns

Die Kunst in den Zeiten von Corona

Homelockdownies: Ausstellung Villa Wippermann.
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Roboter aus Schrott, Lindenhofschule.

Wie gehen Kinder und Jugendliche mit Corona um, wenn sie zuhause sitzen, wenn Kontakte reduziert sind auf den Videochat mit Mitschülern und Lehrern? Auch im künstlerischen Bereich fehlt der Austausch. Aber Kunst findet trotzdem statt.

Halver - „Homeschooling-Kunstunterricht. Jeder werkelt allein daheim – Besprechung per Videochat. Im Original kennen die Schüler die Arbeiten der anderen kaum. Darum haben wir alles eingesammelt und zeigen es im Original. Eine Ausstellung mit den Arbeiten der Schüler der Lindenhofschule und des AFG Halver.“

Das ist der Einladungstext der Villa Wippermann, die seit Sonntag, 8. August, einen Querschnitt der Arbeiten von Schülern aus dem Kunstunterricht zeigt. Eine klassische Ausstellungseröffnung wird es an der Frankfurter Straße nicht geben. Aber jeder Interessierte ist in der Zeit von 11 bis 13 Uhr willkommen und danach zu den regulären Öffnungszeiten oder auf Vereinbarung (» INFOKASTEN).

Bis Ende Oktober läuft die neue Ausstellung des Regionalmuseums im Erdgeschoss der Villa.

„Homelockdownies“ ist der Titel des Projekts, angelehnt an die Arbeitsaufgabe für die Oberstufenschüler des AFG, den Menschen im Lockdown zu zeigen, den „Homo Lockdowniensis“. Zu sehen sind Bilder und Skulpturen mit teils sehr persönlichen Erläuterungen. In Kurzform werden auch sie bei den Exponaten zu finden sein.

Stadtgespräch am Alten Markt.

Für Lokalkolorit sorgt ein Markenzeichen Halvers. Das Stadtgespräch, geschaffen von Jutta Funk von Rosainsky: Marktfrauen aus dem Jahr 1989 in Bronze mit Standort am Alten Markt. Zwei Marktfrauen, die mit Einkaufstaschen unter einem aufgespannten Regenschirm klönen. Was haben sie sich mitzuteilen? Welchem Klatsch und Tratsch folgen sie? Was haben sie zu betuscheln? Verbreiten sie Fake News? AFG-Schüler erstellen Fotoserien mit ungewöhnlichen Ansichten der Brunnenfiguren, legen Bildersammlungen aktueller Themen aus Zeitschriften und Internetportalen an und gestalten daraus Vorlagen, die sie in großformatige gemalte oder geklebte Bilder umsetzen.

Licht und Reflektion: Arbeiten aus der AFG-Oberstufe.

Andere Hingucker der Ausstellung hängen nicht an den Wänden, sondern stehen frei im Raum. „Roboter aus Schrott“ haben Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge der Lindenhofschule im Lockdown hergestellt. Die Resteverwertung ist durchaus sehenswert, der Begrüßungsroboter im Flur bringt es auf immerhin 1,30 Meter Größe und zeigt, dass der beherzte Griff in die Kiste mit Elektroschrott zu überaus kreativen Ergebnissen führen kann – ebenso wie die Impulsmalerei der Grundschüler. Am Ende des Lockdowns stand ein Gemeinschaftskunstwerk als gesamte Klasse als Kontrast zu Einzelarbeiten im Homeschooling: ebenfalls jetzt in der Villa Wippermann zu sehen.

Öffnungszeiten

Die Villa Wippermann hat wie folgt geöffnet:

. Dienstag und Mittwoch von 15 bis 17 Uhr

. Donnerstag von 15 bis 19 Uhr

. Sonntag von 11 bis 13 Uhr.

Sonderöffnungen und

Führungen sind auf Anfrage möglich. Eintritt 2 Euro, Kinder und Jugendliche frei.

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