Villa Wippermann öffnet mit Obacht

Ein Mädchen schaut sich die Ausstellung „Wald und Wild“ in Villa Wippermann in Halver an
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„Wald & Wild“ ist nach dem Lockdown verlängert bis zum 13. Juni.

Die Villa ist durchgeputzt, der Keller aufgeräumt, die Exponate sind aufgearbeitet. Mit den Lockerungen des Lockdowns weht zumindest ein Hauch Normalität durch die Villa Wippermann.

Halver – Einige Einschränkungen gibt es trotzdem, sagt die Ausstellungsorganisatorin im Regionalmuseum, Jana Eilhardt. Maximal acht Personen dürfen sich in den Räumen an der Frankfurter Straße aufhalten, und die müssen Abstand und Maskenpflicht beachten. Rein darf nur, wer sich telefonisch oder per E-Mail angemeldet hat. Das stellt für die Besucher selbst auch sicher, dass sie nicht vor der Tür stehen, falls die zulässige Besucherzahl gerade schon erfüllt ist.

Die Resonanz in der ersten Öffnungswoche nach dem 8. März sieht gut aus, sagt Jana Eilhardt im kurzen Blick zurück. „Das war traurig. Wir haben das Licht im Haus gesehen und konnten trotzdem nicht die Quilts anschauen“, habe ihr eine Besucherin gesagt, die letzte Woche die Chance nutzte, die Arbeiten der Gildegruppe Stoffwechsel zu schauen. Die Ausstellung der Lüdenscheider Künstlerinnen war genau zum Zeitpunkt des Lockdowns im November fertig geworden. Erst jetzt sind die Kunstwerke der Öffentlichkeit zugänglich.

Die aufwendig gearbeiteten Quilts sind bis zum 18. April in der Villa Wippermann in Halver zu sehen.

Genau so schade war es um die andere Ausstellung Wald & Wild, an der sich viele Halveraner Vereine und Institutionen beteiligt haben. Hegering, Baumverein und Forstbetriebsgemeinschaft haben zu der interaktiven Naturschau beigetragen. Interessant ist sie nicht nur für Kinder. Flora, Fauna, Borkenkäfer – mit dem Ausstellungskonzept wollte Jana Eilhardt die Natur ins Haus holen für alle Generationen. Jetzt sind beide Ausstellungen verlängert und zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Die „Stoffgeschichten“ aus Handwerk und Kunst hängen noch bis zum 18. April. Wald & Wild ist verlängert bis zum 13. Juni und könnte gerade in den Osterferien ja ein Ausflugsziel sein.

Wer sich vorab einen Überblick verschaffen möchte, was in der Villa passiert, ist auf der neuen eigenen Internetseite des Regionalmuseums gut aufgehoben. Den Lockdown hat Jana Eilhardt gemeinsam mit Pascal Klavin genutzt, um den eigenständigen Auftritt der Villa Wippermann ins Netz zu bringen. Neben dem aktuellen Geschehen gibt es auch ein Archiv mit Material aus den zurückliegenden Veranstaltungen wie die Zeitreise durch die Frankfurter Straße von Peter Bell oder den Auftakt des vergangenen Jahres des Fotovereins Halver. „Wir Fotografen“ beeindruckte mit spektakulären Bildern – und bemerkenswerten Besucherzahlen.
Auch die Villa Wippermann selber findet sich auf der luftig layouteten Website: Zur baulichen Entwicklung der Villa Wippermann entstand im Rahmen des Masterstudiengangs „Integrales Bauen“ an der Fachhochschule Bielefeld – Campus Minden eine Broschüre, erarbeitet von der Autorin Jacqueline Bleichert. Sie steht zum Download zur Verfügung.

Besuch in der Villa

Besuchen kann man die Villa Wippermann Dienstag und Mittwoch von 15 bis 17 Uhr, Donnerstag von 15 bis 19 Uhr, Sonntag von 11 bis 13 Uhr. Sonderöffnungen und Führungen sind auf Anfrage möglich. Erwachsene zahlen 2 Euro Eintritt. Kinder und Jugendliche haben freien Zutritt. Info: www.villa-wippermann.de. Anmeldung und Kontakt: E-Mail info@villa-wippermann.de / Tel.: 01 52/22 83 25 66

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