Spende der Turck-Familie

Besondere Spende: Ein Klavier für die Villa Wippermann

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Die Villa Wippermann in Halver.

Halver - „Wenn er wüsste, dass sein Klavier nun hier steht, würde er sich bestimmt freuen.“ Jana Eilhardt konnte dankend eine Klavierspende für das Regionalmuseum Villa Wippermann entgegennehmen.

Zur Verfügung gestellt wurde das Piano von den Kindern von Werner Turck. Sie und ihr Vater spielten darauf viele Jahre lang. „Es stand im Wohnzimmer der Eltern“, sagt Dietrich Turck. „Vorher hatten wir noch ein uraltes schwarzes Klavier aus den 20er-Jahren“, erinnert er sich. Schwer fiel es Dagmar, Markus und Dietrich Turck nicht, sich von dem Erbstück zu trennen. „Es war für uns sonnenklar, dass es hier hin soll.“ 

Die Musikschule wollte schon immer in den Räumlichkeiten der Villa Wippermann ein Tasteninstrument haben. „Das scheiterte jedoch an zwei Dingen“, erklärt Dietrich Turck. „Zum einen hatten wir hier keins, und zum anderen müsste es eins sein, das schnell aufgebaut und bei Veranstaltungen auch wieder entfernt werden kann.“ 

Zusammenarbeit mit der Musikschule

Zuhause würde das Klavier nicht mehr oft genutzt, für die Villa sei es aber perfekt geeignet, da es auch auf Rollen steht und unkompliziert verschoben werden kann. Werner Turck hat sich zeitlebens für die Musikschule eingesetzt und sie gefördert. Dieses Engagement wird nun auch von seinem Sohn fortgeführt. „Jetzt können hier auch Musikveranstaltungen stattfinden, zu Eröffnungen kann einleitend gespielt werden und auch zu Hochzeiten“, zeigt sich Turck mit der Entscheidung zur Spende zufrieden. 

Jana Eilhardt freut sich über die Spende eines Klaviers für die Villa Wippermann. Dietrich Turck nutzte die Gelegenheit wie früher auf dem Klavier zu spielen.

Überholt und angeliefert wurde das rund 50 Jahre alte Musikinstrument vom Wuppertaler Pianohaus Faust. Finanziert werden konnte dies durch die Unterstützung des Fördervereins der Musikschule, dessen Mitglied Dietrich Turck ist. Er setzte sich auch dafür ein, dass im Halveraner Kulturbahnhof ein Flügel nebst Unterstellmöglichkeit angeschafft werden konnte. Der wird auch von vielen Musikschülern genutzt. „Jetzt können kleinere Vorspiele aber auch in der Villa Wippermann stattfinden und es muss nicht immer der Kulturbahnhof bemüht werden“, erklärt Turck. 

Klavier wurde restauriert

Lediglich die Akustik lässt in den leeren Räumen der Villa ein wenig zu wünschen übrig. Das Instrument sorgt für einen ordentlichen Hall. Im Einsatz wird das aber keine gravierenden Auswirkungen haben, hofft der Spender: „Wenn 20 bis 30 Gäste im Raum sind, relativiert sich das ein wenig.“ 

Hartmut Faust hat das Musikgerät akustisch restauriert und ins Regionalmuseum transportiert. Obwohl sein Unternehmen in Wuppertal ansässig ist, stimmt er vielen Halveraner Kunden die Klaviere. „Ich bin hier aufgewachsen“, erklärt er und fügt hinzu: „Bei Klavierstimmern ist es wie bei Zahnärzten. Wenn man einmal zufrieden ist, wechselt man nicht mehr.“ Zufrieden mit der Arbeit war auch Dietrich Turck, der es sich nicht nehmen ließ, noch einmal vor dem Klavier Platz zu nehmen und gekonnt in die Tasten zu greifen – wie früher.

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