SPD und FDP für die Villa Wippermann

SPD und FDP wollen lediglich die Villa Wippermann für das regionale-Leitprojekt „Häuser der Kultur“ nutzen.

HALVER ▪ Da traten beim Bürgermeister die Emotionen doch hervor, als im Hauptausschuss sowohl Michael Brosch für die SPD-Fraktion als auch Michael Kortmann für die Liberalen darlegten, dass sich „die SPD-Fraktion noch nicht mit der Variante D anfreunden“ könne und auch die FDP-Fraktion die „Konzentration auf die Villa Wippermann legen“ möchte. Gemeint damit ist das Regionale-Leitprojekt „Häuser der Kultur“, das in der Variante D die beiden Schieferhäuser an der Frankfurter Straße und die Villa Wippermann einschließt.

Brosch und Kortmann sprachen zudem von einer Überdimensionierung und Kostenrisiken bei einer 20-jährigen Zweckbindung. Zudem würde die Übernahme der Schieferhäuser, so der FDP-Ratsherr, das Bemühen der Stadt, den Gebäudebestand zu verkleinern, konterkarieren. Dagegen sieht Dr. Bernd Eicker – angesichts positiver Signale der Bezirksregierung – die Möglichkeit, 1,5 Millionen Euro nach Halver zu holen und damit etwas für die Gestaltung der Innenstadt zu tun beziehungsweise das Problem der alten Häuser zu lösen – und dies kostenneutral für die Stadt. Denn neben einer möglichen 70-prozentigen Förderung würde es auch von der Sparkasse Spendengelder geben – sofern es den dritten Zertifizierungsstern gibt.

Zudem würde es zu einer Optimierung der genutzten Flächen im Rathaus kommen sowie Betriebs- und Unterhaltungskosten reduziert. Dafür muss der Projektantrag bis zum 31. August gestellt werden. Nur grob, wie der Bürgermeister meinte, die Feinheiten müssten dann bis zum Ende des Jahres folgen. Zu diesen Feinheiten gehört natürlich das Trägerkonzept, die Kosten- und Folgekostenberechnung und ein Nutzungskonzept.

Das sind auch die von Dr. Sabine Wallmann (UWG) geforderten Punkte, um die der Beschlussvorschlag schon im Finanzausschuss erweitert wurde. Zudem heißt es jetzt nur noch „... weiterentwickelt werden soll“, das „umgesetzt“ ist gestrichen worden. Gleichwohl stimmten SPD und FDP im Hauptausschuss gegen die Weiterentwicklung der Variante D, die dennoch eine deutliche Mehrheit fand.

Daran hatten auch die Vorhaltungen des Stadtoberhaupts nichts geändert, der meinte, wer gegen die Variante D sei, würde das Projekt nicht unterstützen, sondern verhindern. Zudem bezeichnete Eicker es als Affront gegen den Kunstverein Vakt, gegen die Schieferhäuser zu arbeiten. Schließlich sei es Vakt gewesen, der die Idee für die „Häuser der Kunst“ entwickelt und eingebracht habe. Und Vakt würde auch weiter am Projekt mitarbeiten. Det Ruthmann

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