Ausgelassene Festivalstimmung

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Als letzte Band des Abends sorgten die Briten von Polar noch einmal für gute Stimmung und versammelten alle Besucher direkt vor der Bühne.

Halver - Auch wenn es kein vollends repräsentatives Feedback war, das sich am Samstagabend unter den Besuchern abzeichnete: Den überwiegend guten Gesamteindruck spiegelt auch die positive Resonanz wider, auf die das Hardcore Help Foundation Summerfest erneut stieß. Wie schon in den vergangenen Jahren lockte das internationale Musikfestival auch bei der vierten Auflage mehr als 1000 Besucher über den Tag verteilt in den Rathauspark.

Dabei war das Publikum, das aus ganz Deutschland, Dänemark, Schweden, den Niederlagen und auch Italien anreiste, ähnlich international vertreten wie die Riege der Künstler, die auf den beiden Bühnen etwas mehr als zehn Stunden lang kostenlos eine Mischung aus Rock, Punk, Metal und Hardcore präsentierten. Anders als noch bei früheren Festen bot sich dieses Mal durch die aufgewertete Second Stage (zweite Bühne), die deutlich größer als bisher ausfiel, für Zuschauer und Musiker mehr Raum auf dem Gelände. Zusammen mit den sommerlichen Temperaturen, die Schattenplätze besonders begehrt machten, war das Gedränge vor der Hauptbühne daher nicht ganz so stark wie bei den vorherigen Veranstaltungen.

Der ausgelassenen und friedlichen Stimmung des Festivals, dessen Erlös den verschiedenen Hilfsprojekten der Hardcore Help Foundation wie dem „Water is life“-Programm in Kenia zu Gute kommt, schadete diese Entzerrung aber keineswegs. Ganz im Gegenteil nutzten viele Besucher die sich bietenden Räume, um in Festival- und Picknickatmosphäre den Tag über im Rathauspark zu verweilen.

4. Hardcore Help Foundation Summerfest in Halver

Weniger ruhiger ging es erwartungsgemäß auf der Bühne zu. Durch die Erweiterung der Second Stage, auf der damit auch größere Bands wie City Keys aus Schweden, Hexis aus Dänemark oder die deutsche Formation A Silent Whisper auftraten, waren die Singer/Songwriter mit Ausnahme von Akustikpunker Tigeryouth anno 2017 eher Mangelware.

Die gewohnte Mischung aus schnellem Schlagzeugspiel, tiefen Bässen, einprägsamen Gitarrenriffs und der typischen Gesänge gab es derweil auf der Hauptbühne. Zu den Hauptakteuren des Tages zählten dabei die Brasilianer von Question, die nach 2015 zum zweiten Mal in Halver auftraten und diesmal dort ihre Europa-Tournee starteten. „Es war im Vorfeld zwar etwas schwieriger, unseren Tourstart nach Halver zu legen. Aber vor zwei Jahren wurden wir in Halver ähnlich freundlich und offen empfangen wie jetzt auch wieder, sodass wir alles dafür getan haben, um hier zu spielen. Zumal der gute Zweck, für den die Hardcore Help Foundation das Fest veranstaltet, eine wirklich gute Sache ist“, erklärten Eduardo Andrade und Pablo Menna nach dem Auftritt und vor der Weiterreise nach Polen.

Doch die Gruppe aus Sao Paulo war nicht der einzige internationale Gast. Neben Lowest Creature (Schweden) und der britischen Band Polar, die trotz alle Bemühungen ihren Auftritt mit ein wenig Verspätung beendete, trat mit Sendero erstmals auch eine Gruppe aus Chile beim Summerfest auf. Für die heimische Note sorgten unter den deutschen Künstlern No Way Out 58 aus Lüdenscheid, die das Geschehen am Samstagmittag eröffneten. Eine Umbesetzung gab es auch noch, da Malcom Rivers ihren Auftritt krankheitsbedingt absagen mussten. Als Ersatz halfen die Kölner Anok kurzfristig an einem friedlichen und ausgelassenen Tag aus.

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