Vierjähriger aus Halver braucht Hilfe durch Stammzellenspenden

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Halver/Oberbrügge - Wenn das Kind ernsthaft krank wird, bricht für Eltern eine kleine Welt zusammen. In einigen Fällen sind die Familien dann auf fremde Hilfe angewiesen.

So ist es auch bei einer Familie aus Oberbrügge. Es geht um einen vierjährigen Jungen und seine Familie. Myelodysplastisches Syndrom heißt die Krankheit, die der Junge aus Oberbrügge hat. „Es werden keine weißen und roten Blutkörperchen produziert“, erklärt Dr. Hans-Joachim Rüdiger, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Oberbrügge, der den Jungen betreut. Die Krankheit sei schon länger bekannt. 

Erst vor etwa 14 Tagen bekam die Familie die Diagnose, dass der Vierjährige auf eine Stammzellenspende angewiesen ist. Bis ein passender Spender gefunden ist, wird der Junge mit Bluttransfusionen versorgt. Daher möchte Dr. Rüdiger über DKMS informieren. 

Die gemeinnützige GmbH unterstützt Stammzellenspenden, um die Heilungschancen zu verbessern für Menschen, die an Leukämie oder unter anderen Krankheiten des blutbildenden Systems leiden. „Viele verbinden DKMS mit Organspende. Das hat aber nichts damit zu tun“, erklärt Dr. Rüdiger. Es gehe dabei nur um Stammzellenspende. 

Registrieren lassen können sich Menschen zwischen 18 und 55 Jahren. Sie werden Teil der Lebendspenderdatei. Für die Registrierung muss lediglich ein Abstrich der Wangenschleimhaut mit einem Wattestäbchen gemacht werden. Das kann jeder selbst zuhause machen. Mit einer ausgefüllten Einverständniserklärung, die im Internet zu finden ist, wird die Probe dann an das Labor zurückgeschickt. Dort erfolgt die Typisierung. 

Wenn es passt, dann wird der mögliche Spender angeschrieben – und dann kann er entscheiden, ob er sein Knochenmark spendet oder nicht. Doch so häufig, wie viele denken, kommen Spender nicht zum Zuge. „Entnommenes Knochenmark kommt höchstens bei fünf von 100 potenziellen Spendern innerhalb von fünf bis zehn Jahren zum Einsatz“, erklärt der Oberbrügger Arzt. Das sind fünf Prozent. „Je mehr sich beteiligen, desto höher kann der Anteil werden.“

In diesem Artikel geht es um Marius Osenberg aus Halver, der seine Stammzellen bereits spenden konnte.

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