Vier Jahre nach „Kyrill“ hat „sich alles normalisiert“

Gespannt lauschten rund 70 Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft den Ausführungen rund um die aktuelle Situation in den heimischen Wäldern. ▪ Baankreis

HALVER ▪ Am 18. und 19. Januar 2007 sorgte der Orkan „Kyrill“ für zahlreiche Verwüstungen und Schäden in ganz Deutschland. Viereinhalb Jahre später scheinen die Nachwirkungen zumindest in den heimischen Wäldern langsam abzunehmen. Das zumindest präsentierte die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Halver am Dienstagabend bei ihrer Mitgliederversammlung im Kulturbahnhof. Aber nicht nur die aktuelle Lage in den Wäldern beschäftige die Mitglieder.

Auch Probleme mit den beiden großen Verbänden in NRW sowie steigenden Zahlungen beschäftigten die Waldbesitzer und sorgten für „dicke Luft“. Besser sah es da beim Rück- und Ausblick aus. „Es hat sich eigentlich wieder alles normalisiert, was die Folgen von „Kyrill“ angeht“, verkündete Forstinspektor Ulrich Ackfeld den rund 70 Mitgliedern. Insgesamt brachte es die FBG im Jahr 2010 auf einen Verkauf von 12 000 Festmetern Holz. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl von rund 8000 um knapp 4000 Festmeter. „Damit sind wir wieder auf dem Niveau vor dem Orkan“, erklärte Ackfeld. Die bislang gesonderte Förderung für die Schäden des Orkans werde es bald nicht mehr geben, so der Forstinspektor weiter, da diese zum Ende des Jahres 2011 auslaufen würde.

Sorgen bereitet dies den Forstbesitzern aber nur bedingt. Denn neben der Entwicklung der verarbeiteten Holzmenge zeigte sich auch eine positive Entwicklung bei den Preisen. Diese liegen deutlich höher als in den vergangenen Jahren und kratzten bei bestimmten Holzarten fast schon an der 100-Euro-Grenze. Welche Auswirkungen dies auf die Halveraner FBG hat, zeigte sich bei den Erträgen 2010. Im Vergleich zum Jahr 2009 stiegen diese um fast das Doppelte auf rund 625 000 Euro. Um den Bestand für die Zukunft zu fortzuführen, wurden in diesem Jahr bereits 60 000 von geplanten 80 000 Pflanzen gepflanzt. Ein Hindernis stellten dabei allerdings die längere Trockenphase in Frühjahr da, die eine noch bessere Einpflanzung verhinderte.

Noch nicht ganz abgeklungen sind die Nachwirkungen des Orkans bei der Herrichtung der Wege. Zwar wurden in Halver im Jahr 2009 insgesamt acht Kilometer neue Wege geschaffen oder ältere wieder in Stand gesetzt. Doch für das Jahr 2011 stehen weitere Arbeiten an. Dabei sollen vor allem Wege wieder aufgebessert und der sich oft gebildete Wildwuchs beschnitten werden, damit ein ordentliches Nutzen wieder möglich wird. ▪ Wesley Baankreis

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