Die Willkommensgruppe der Flüchtlingshilfe Halver

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Die Willkommensgruppe der Flüchtlingshilfe Halver (von links: Simone Rohlfing, Nadine Schmale und Beatrix Pastors) versorgt die zugewiesenen Flüchtlinge mit Stadtplänen. Die bunten Punkte markieren die wichtigsten Anlaufstellen.

Halver - Was passiert mit den zugewiesenen Flüchtlingen, wenn sie in Halver angekommen sind? Sie erhalten Starthilfe von der Willkommensgruppe der Flüchtlingshilfe Halver.

Simone Rohlfing, Beatrix Pastors, Nadine Schmale und Diana Hutchinson bilden die Willkommensgruppe, eine Arbeitsgruppe der Flüchtlingshilfe, die sich im Mai 2015 gegründet hat. Sie gehen in die Unterkünfte am Kirchlöher Weg und Bahnweg und knüpfen dort erste Kontakte mit den Flüchtlingen.

Ihre Tätigkeit ist vielseitig: „Wir suchen das Gespräch mit den Flüchtlingen, stellen uns und unsere Arbeit vor“, sagt Rohlfing. Die Arbeit vorstellen bedeutet unter anderem: Die Gruppe verteilt mehrsprachige Infomappen über die Stadt Halver. Zudem teilen die Helferinnen Stadtpläne mit den wichtigsten Anlaufstellen – zum Beispiel Rathaus, Kleiderkammer, Werkhof – aus und informieren über die Angebote für Flüchtlinge: Wann und wo finden die Sprachkurse, die Spielenachmittage für Kinder und das Fußballtraining statt?

Diese und weitere Fragen beantworten die Helferinnen, in aller Regelmäßigkeit auch bei einem Stadtrundgang. „Manchmal agiert dann ein anderer Flüchtling dabei als Dolmetscher“, sagt Pastors. Einbindung in den Alltag – so gut es geht – so lautet das Ziel der Willkommensgruppe, denn: „Die Menschen, die hier ankommen, sind nicht hilflos. Sie brauchen Unterstützung und Motivation“, sagt Rohlfing.

Nicht immer klappe alles in Eigenverantwortung. „Wir leiten die Anmeldung an Schulen und Kitas ein und sind bei Behördengängen und Arztbesuchen teilweise persönlich dabei“, erläutert Pastors. Zudem erstellen die Helferinnen bei der Kontaktaufnahme in der Unterkunft eine Liste von fehlenden Alltagsgegenständen – vom Pfannenwender bis zum Stuhl. Die Liste geht weiter an den Vorstand, der aus den Spenden die nötigen Gegenstände bereitstellt.

Die Arbeit der Helferinnen werde von den Flüchtlingen begrüßt: „Wir gehen ohne religiöse oder politische Richtung an die Sache. Wir behandeln alle gleich – und das merken die Flüchtlinge“, sagt Schmale. Die Erfahrungen bei der Basis-Arbeit: „Die Menschen fühlen sich willkommen und angekommen“, sagt Schmale, und weiter: „Wenn jeder was macht, dann kann man diese Aufgabe schultern.“

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