Vielfältige Verknüpfungen über den Ortsrand hinaus

Mehr als 300 Fotos aus mehreren Jahrhunderten finden sich im neu erschienenen Heimatbuch „Rund ums Hälvertal“ wieder und illustrieren die zahlreichen Texte und Geschichten mit optischen Eindrücken.

HALVER ▪ Wie kann ein Buch, das sich mit einem Außenbezirk Halvers befasst, zugleich die Geschichte des ganzen Ortes widerspiegeln? Eine gute Frage. Die Antwort haben Manfred Diezel, Klaus Gutberlet, Julius Krefting, Hanspeter Winkhaus und Werner Sinnwell parat, denn mit ihrem neuen Heimatbuch „Rund ums Hälvertal“ ist dem Autoren-Quartett genau dieser Kunstgriff gelungen.

Halvers Geschichte endet nicht am Ortsrand. Dort etwa, wo man mit dem Auto den neuen Kreisel Richtung Oeckinghausen verlässt. Vielfältig sind die Verknüpfungen zwischen Themen des Hälvertals, des ehemaligen Dorfes Halver und der „Stadt im Grünen“, wie man sie heutzutage kennt.

„Vom Adel rund ums Hälvertal“ lautet eines der sieben Kapitel des Buches. Darin zeigen die Autoren Verbindungen auf zwischen den ehemaligen Herrensitzen in Edelkirchen, Vahlefeld, Haus Heide, Schlechtenbach, Heesfeld und Carthausen und beschreiben in knapper Form die mehr als 600 Jahre dauernde blaublütige Herrschaft. Vor allem die der Familien von Edelkirchen und von Carthausen.

Die vier Autoren beleuchten auch, wie Ende des 18. Jahrhunderts Besitz und Einfluss der Adeligen überwiegend in die Hände der aufstrebenden Fabrikanten- und Kaufmannsfamilien geraten. Bei der Entwicklung der heimischen Eisenindustrie spielte das Hälvertal eine bedeutende Rolle, und so bieten die Kapitel „Von der Bauernschmiede zum Fabrikbetrieb“ oder „Firmen rund ums Hälvertal“ einen Einblick in ein Stück Halveraner Industrie- und Firmengeschichte.

Wer sich für Halvers Schulhistorie interessiert, wird mit Texten und Bildern aus dem 18. Jahrhundert bis heute ebenso kompetent informiert wie Freunde heutiger und ehemaliger Vereine aus dem Hälvertal. Der Männergesangverein Oeckinghausen hat über mehr als hundert Jahre eine wichtige Rolle im Vereinsleben gespielt. Mittlerweile hat sich der Verein allerdings aufgelöst, und auch die Freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Carthausen gibt es seit dem 31. Oktober 2011 nicht mehr. Das neue Heimatbuch bewahrt die Geschichte dieser beiden Traditionsvereine vor dem Vergessen.

Anhand zahlreicher Texten und auf mehr als 300 Fotos werden dem Leser bemerkenswerte Personen aus der Geschichte Halvers präsentiert. Darüber hinaus finden sich in dem Buch mehrere „Geschichten rund ums Hälvertal“.

Das im Bell Verlag erschienene Werk ist für 24,50 Euro in der Buchhandlung Kö-Shop und im Augenoptik- und Akustikfachgeschäft Nockemann erhältlich.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare