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Umfrage: Dorf im MK hat lange Wunschliste 

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Von: Ursula Dettlaff

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Diskutierten die Ergebnisse der Dorf-Umfrage: Die Mitglieder des Aktionsbündnisses. 
Diskutierten die Ergebnisse der Dorf-Umfrage: Die Mitglieder des Aktionsbündnisses.  © Detlaff-Rietz

Mitglieder des Aktionsbündnisses Oberbrügge-Ehringhausen kamen in der vergangenen Woche in der Tagespflege am Burgweg zum Vorbereitungstreffen für die Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zusammen. Im Mittelpunkt dabei: Das Ergebnis einer Bürgerumfrage in Oberbrügge. „Die Leute fühlen sich sehr wohl hier,“ fasst es Peter Seyfried, Vorsitzender des TuS Oberbrügge und Mitglied im Aktionsbündnis, nach der Auswertung einer Fragebogenaktion zusammen.

Halver - Die erhaltenen 72 Rückmeldungen sind ein beachtlicher Erfolg. Das Aktionsbündnis legte sich mächtig ins Zeug, um möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme an der Fragebogenaktion zu ermöglichen. In Schule und Kita, in der Praxis Dr. Rüdiger, bei Bauer Wolf, beim TuS, bei Friseur Wiemann, in den Kirchen und über die Siedlerbünde wurde für die Teilnahme geworben. Positiv bewertet wurden unter anderem der Mehrgenerationenpark, der Hofladen, die vielen Freizeitaktivitäten, die vielen Spielplätze, der feste Zusammenhalt unter den Vereinen und die Tagespflege.

Dem gegenüber gibt es reichlich Verbesserungspotenzial. Lebensmittelgeschäft, Bäckerei, Café und Kneipe, ein Radweg entlang der Volme stehen ganz oben auf der Wunschliste. Seyfried stellte daraus einen elf Punkte umfassenden Fragenkatalog zusammen, der bei einem Treffen mit Bürgermeister Michael Brosch, Kämmerer Simon Thienel und der Klimaschutzbeauftragten Karla Luchterhandt besprochen werden soll.

Ganz oben auf der Liste steht die Schulsanierung. „Hier besteht innen und außen Verbesserungsbedarf,“ so Seyfried. Beschmiert und teils mit Baupfosten gestützt, so Seyfried, wirke der Bau wie ein verlassenes Gebäude in einem problematischen Großstadtviertel. Ratsherr Jürgen Wichert informierte an dieser Stelle darüber, dass im städtischen Haushalt Gelder für die Sanierung bereitstehen.

Licht am Sportplatz verbessern

Zum nächsten Punkt: Die Lichttechnik auf dem Sportplatz erfüllt nicht das gesteckte Ziel. „Die Ausleuchtung des Platzes ist nicht ansatzweise ausreichend“, stellte Seyfried fest. Die Sportler wünschen sich einen Austausch der Lampenmasten, leistungsstärkere Leuchtmittel und schwenkbare oder anders ausgerichtete Lampenköpfe, um die Spielfläche besser auszuleuchten. Die derzeitigen Leuchten könnten zukünftig den Aschenweg zwischen der Straße Auf der Volme und der Bundesstraße 54 beleuchten.

Auch die Turnhalle ist sanierungsbedürftig. Das Dach müsste isoliert werden, es eignet sich für Photovoltaik-Technik und Solarthermie, die Hallenbeleuchtung sollte auf LED umgestellt werden. Ein großes Thema sind zusätzliche „Hundetoiletten“ samt regelmäßiger Leerung am Mehrgenerationenpark, an der Verlängerung Schmiedestraße und an der Verlängerung Heideweg. „Es gibt städtische Entwicklungsstrategien für die Stadt, nicht aber für das Dorf,“ kritisiert das Aktionsbündnis. Gemeinsam, so der Wunsch, sollten Aktionsbündnis, Bürgermeister, Verwaltung und die Fraktionen einen Dorfentwicklungsplan erstellen.

Vorschläge macht das Aktionsbündnis zum Ausbau von Radwegen insbesondere in Oberbrügge-Ehringhausen und fragt: „Wie kann hier das Tempo erhöht werden?“ In diesem Zusammenhang geht es auch um kombinierte Rad und Spazierwege. Ein-Tante-Emma-Laden im Dorf, dazu eignet sich nach Vorstellung des Aktionsbündnisses die Immobilie Volmestraße 38. Das Haus könnte darüber hinaus dazu dienen, das Sportangebot des TuS Oberbrügge zu erweitern.

Im August wird der Landeswettbewerb ausgetragen. Das Aktionsbündnis ist zuversichtlich, an den Erfolg vom 1. September vergangenen Jahres anknüpfen zu können. Damals wurde Oberbrügge kreisweit „Golddorf“. Eine gute Arbeitsgrundlage ist das im vergangenen Jahr erstellte Dorfbuch. Dessen Inhalte, so Britta Kattwinkel-Kiefer, müssten für den Landeswettbewerb erfasst und ergänzt werden.

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