Stabilisierung der Schullandschaft

Fast jeder vierte Schüler kommt von außerhalb

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Viele Schüler pendeln mit dem Bus nach Halver. 

Halver - Halver bleibt die Stadt der einpendelnden Schüler. Damit stabilisieren die Schüler die Schullandschaft am Ort und sorgen mit dafür, dass alle schulischen Abschlüsse in Halver möglich sind.

Im laufenden Schuljahr 2019/2020 verzeichnet die Stadt Halver mit 1932 die niedrigste Schülerzahl seit 2005. Das war eine der Kernbotschaften von Kai Hellmann, zuständig für den schulischen Bereich der Stadt, im letzten Ausschuss für Bildung und Jugend in diesem Jahr. Und von diesen Kindern und Jugendlichen kommt fast jeder Vierte von außerhalb, genau 23,4 Prozent. Bei 453 liegt die Zahl der Einpendler. 

Aus Halver weg an andere Schulen fahren lediglich 242 Schüler. Publikumsmagnet ist unverändert das Anne-Frank-Gymnasium (AFG). Von 859 Schülern kommen 361 Mädchen und Jungen mit dem Bus oder Eltern-Taxi nach Halver. Dabei dominiert Breckerfeld. Die Nachbarstadt im Norden schickt jeden Morgen 179 Kinder auf die Reise zum AFG, was über alle acht Jahrgänge in etwa der Klassenstärke entspricht. 

Auf Platz 2 bei der Zuwanderung ans AFG liegt die Nachbargemeinde Schalksmühle mit 125 Schülern – allerdings mit abnehmender Tendenz, weil der Übergang an der Primusschule vom 4. Jahrgang in die Klasse 5 nun auch möglich ist. Aber verloren sind diese Schüler für Halver nicht: Erwerben die Kinder dort nach der zehnten Klasse den qualifizierten Realschulabschluss, steht ihnen danach der Weg in die Oberstufe des AFG offen.

Fast keine Einpendler an beiden Standorten der Pestalozzischule

So gut wie keine Einpendler verzeichnen die beiden Standorte der Regenbogenschule am Pestalozziweg und in Oberbrügge mit vier beziehungsweise fünf Schülern, während die Lindenhofschule in der Halveraner Innenstadt konzeptbedingt viele Auswärtige hat. Von 22 Einpendlern kommen 13 Schüler allein aus Lüdenscheid. In der auslaufenden Realschule sind Pendler ebenfalls Thema. Von den verbleibenden 72 Jugendlichen im zehnten Jahrgang kommen 20 von außerhalb. 

Die Humboldtschule, die im kommenden Schuljahr mit allen Jahrgängen komplett ist, hat zurzeit 387 Schüler, von denen insgesamt 41 von auswärts kommen. 15 Schalksmühler, elf Lüdenscheider und neun Breckerfelder Kinder nimmt die Humboldtschule in Halver zurzeit auf. 

77 Schüler aus Halver fahren täglich nach Kierspe

Wenn Halveraner Kinder auswärts zur Schule gehen, verteilen sich die Abgänge auf das Umland – mit einer Ausnahme: Immerhin 77 Schüler fahren täglich zur Gesamtschule Kierspe. Für die Schalksmühler Primussschule haben sich 22 Eltern entschieden, weitere 20 Kinder besuchen die Realschule in Wipperfürth. Und 57 Halveraner Schüler fahren nach außerhalb, um dort an Förderschulen unterrichtet zu werden, was in Meinerzhagen (17), Altena (10), Olpe (3) und in Lüdenscheid (19) möglich ist. 

Die insgesamt rückläufigen Schülerzahlen stimmen Hellmann naturgemäß zwar nicht froh. Zuversichtlich ist er trotzdem, weil er kein Angebot bedroht sieht. Das gelte sowohl für Halver wie auch für die weiteren Volmekommunen mit je zwei Gymnasien und zwei Sekundarschulen in Halver und Meinerzhagen, mit der Primusschule und der Gesamtschule in Kierspe.

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