Aufregender Schulstart für Halvers neue Erstklässler

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Die älteren Lindenhofschüler hatten zur leichteren Eingewöhnung ein Programm mit Gesang und Tanz vorbereitet.

Halver - Am Donnerstagmorgen hieß es für zahlreiche Jungen und Mädchen: "Der Ernst des Lebens hat begonnen". Viele Kinder starteten mit einer großen Begrüßungsfeier an den Halveraner Schulen in den zukünftigen Lernalltag.

Start in der Lindenhofschule

Ob sich von den Mamas, Papas, Omis und Opis noch jemand an das Gefühl erinnern kann, das sie während ihrer Einschulung hatten? Es dürfte dem des eigenen Schützlings wohl sehr ähnlich gewesen sein. Bei einer Mischung aus Aufregung und Vorfreude musste deshalb gestern in der Sporthalle der Lindenhofschule noch oft das Händchen gehalten werden. 42 Jungen und Mädchen eroberten gestern die Lindenhof-Grundschule in Halver.

Ein ganz neues Leben erwartet die Erstklässler nun. Was in den ersten Wochen noch aufregend, spannend und neu ist, wird aber auch für sie irgendwann zu Pauken, Lernen und Klassenarbeiten schreiben. Doch davon war gestern erstmal noch keine Rede. Die nun schon älteren Schüler der Lindenhofschule begrüßten im Rahmen einer Eröffnungsfeier die Neuankömmlinge herzlich und mit einem abwechslungsreichen Programm.

Ob Waveboard, Schulchor oder Trommeln – das Freizeitangebot an der Grundschule hat einiges zu bieten. „All das könnt ihr hier bald auch erlernen“, ermunterte Schulleiterin Monika Lauterbach die i-Dötzchen, mutig die ersten Schritte in der für sie noch neuen Umgebung zu wagen. Trotzdem drehten sich einige von ihnen noch mal schnell zu Mama und Papa um, als sie sich gemeinsam mit ihren neuen Mitschülern in die Klassenverbände verabschiedeten.

Unter ihnen war auch Mohammed Chahine (6). Am 20. Juni hatte der Allgemeine Anzeiger über die Flüchtlingsfamilie Chahine aus dem Libanon berichtet. Der älteste Sohn von Rania und Hamad Chahine saß gestern inmitten der vielen weiteren Einschulungskinder in der Turnhalle der Lindenhofschule und verfolgte gemeinsam mit seiner Mutter gespannt das Programm. „Er war sehr aufgeregt in den vergangenen Tagen“, berichtet Rania im Gespräch mit dem AA. Schon mehr als eine Stunde früher war er vor Ort, weil er es kaum abwarten konnte, endlich in die Schule zu gehen.

„Im Libanon ging er schon einige Zeit zur Schule. Nun fängt er hier nochmal an und wird hoffentlich schnell alle Scheu und seine Angst, auf Deutsch zu sprechen, ablegen.“ Seine Spiderman-Schultüte hatte Mohammed bereits in den vergangenen Wochen im Kindergarten gebastelt.

Dort ist seit einigen Tagen nun seine kleine Schwester Lea (4) untergebracht. Sie besucht die evangelische Einrichtung „Pusteblume“ und fühlt sich dort, nach anfänglicher Scheu, sehr wohl, sagt Rania Chahine.

Einschulungstüten auch "auf dem Dorfe"

Die Aufregung war den Mädchen und Jungen anzusehen: Bei einigen konnte der Weg von der Nicolai-Kirche, wo gestern Morgen ein ökumenischer Gottesdienst für die Lernanfänger stattgefunden hatte, zur Grundschule „Auf dem Dorfe“ gar nicht schnell genug zurückgelegt werden. Doch bevor es zur allerersten Unterrichtsstunde in den Klassenraum ging, wurden sie auf dem Schulhof – das Wetter lud geradezu dazu ein – von Grundschulleiterin Petra Schreiber begrüßt.

Traditionell hießen natürlich auch die älteren Grundschüler die Neuen mit Gesangsvorträgen willkommen. Für die Eltern, Großeltern und anderen, welche die i-Dötze an ihrem ersten Schultag begleiteten, waren auf dem Schulhof Stühle aufgestellt worden. Zudem berichtete die Schulleiterin von „wundersamen Bäumen der Schule, die alle paar Jahre besondere Früchte tragen – die Zuckertüten“.

Ebenso gab es nach der kleinen Einschulungsfeier Kaffee und Kuchen, um sich die Zeit zu vertreiben. Denn die insgesamt 78 Mädchen und Jungen, für die gestern der so oft zitierte Ernst des Lebens in der Grundschule „Auf dem Dorfe“ begann, kamen zum ersten Mal in ihren Klassenraum und lernten – sofern vorher nicht schon geschehen – ihre Klassenlehrerinnen und ihre Mitschüler kennen.

Insgesamt gibt es in der Grundschule „Auf dem Dorfe“ wieder drei erste Klassen mit jeweils 26 Schülern. Klassenlehrerin der „1a“ ist Nina Schmitter, die „1b“ wird von Maren Voß geleitet und Simone Domke übernimmt die „1c“.

Begleitet wurde die i-Dötze selbstverständlich jeweils von einer großen Schultüte und bei einigen – auch wenn er noch nicht gebraucht wurden – vom Tornister.

29 i-Dötzchen in Oberbrügges Grundschule

Bepackt mit neuen Tornistern und vollgepackten, bunten Schultüten, die meist passend zu den Schulranzen gestaltet waren, starteten 29 Kinder in ihren ersten Schultag an der Grundschule Oberbrügge. Dass die Aufregung bei der Einschulung programmiert war, sah man den Jungen und Mädchen deutlich an.

Während sich die einen noch schüchtern bei ihren Eltern aufhielten, bildeten die anderen erste Freundschaften. Nach einem gemeinsamen Einschulungsgottesdienst ging es für die I-Männchen und ihre Familien auf den Schulhof, wobei auch die kleineren Geschwisterkinder eine kleine Tüte erhielten.

Schulleiter Bernhard Ritschel begrüßte die Familien und die Schüler des zweiten bis vierten Schuljahres präsentierten ein spontan einstudiertes Stück um die neuen Schüler willkommen zu heißen.

Ritschel betonte, dass ihm ein freundliches Miteinander an der Schule sehr wichtig sei: „Wer sich gut benimmt, streitet sich weniger und kann somit auch besser lernen. Die Eltern können mit Problemen natürlich immer zu mir kommen, meine Tür steht immer offen.“ Christel Kuhlmann wird die Leitung der 29 Erstklässler übernehmen.

Fotos von den Einschulungsfeiern der Halveraner Grundschulen finden Sie hier: Einschulungen

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