Viele Gäste bei den Modelleisenbahn-Tagen des MEC

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Die Modelleisenbahn-Tage des MEC Halver sorgten am Wochenende bei Jung und Alt für Faszination.

Halver - Ein lohnendes Ziel war am Wochenende wieder das Clubheim des Modelleisenbahnclubs Halver (MEC) am Weißenpferd.

Junge und junggebliebene Besucher drängelten sich vor der großen Spur-1-Anlage, verteilten sich an den vielen Streckenabschnitten der H0-Anlage und legten immer mal wieder den Kopf in den Nacken, um die unter der Decke fahrenden Züge der „Schwebebahn“ zu sehen.

Ein besonderer Publikumsmagnet, der zeitweilig regelrecht umlagert war, war natürlich das Bahnbetriebswerk der Spur-1-Anlage: Dampfloks verließen den dreiständigen Ringlokschuppen, fuhren auf die Drehscheibe, zeigten sich dem staunenden Publikum wie auf einem Laufsteg und machten Platz für das nächste Modell aus dem Dampflokzeitalter.

Da die etwas bockige Drehscheibe nicht kurzfristig von Personal im Spur-1-Maßstab generalüberholt werden konnte, musste ab und zu ein Riese im Land der Dampfzüge knien und ihr einen kleinen Schubs verleihen. Im Stellwerk regelte der Vorsitzende Peter Bell persönlich den ansonsten weitgehend reibungslosen Betrieb und schickte immer wieder andere Züge in Richtung des Bahnhofs Halver am anderen Ende der Anlage. Neu war dabei ein Kran- und Bauzug, den Clubmitglied Jürgen Kleinschmidt in leuchtendem Blau umlackiert und mit dem nötigen Zubehör versehen hatte. Eine feine Sache ist immer wieder das Panoramacafé vor dem Bahnhof Halver, wo sich die Besucher stärken und den Bahnbetrieb in Ruhe beobachten können.

Hochbetrieb herrschte auch an den Streckenabschnitten der H0-Anlage, auf der sich ebenfalls einiges getan hatte. Das ambitionierte Projekt, Halvers Nicolai-Kirche mitsamt der historischen Bebauung des umliegenden Kirchplatzes im H0-Maßstab nachzubilden, war vorangekommen. Inmitten einer Baustelle, die allerdings auch einiges Interessantes über das Innenleben der Anlage verriet, waren zudem die durch Induktionsschleifen in der Straße gesteuerten Fahrzeuge ein Hingucker: Ein selbstfahrender historischer Lastwagen drehte dort seine Runden genauso wie ein Polizeibus. Das Thema „öffentliche Sicherheit“ wird offenbar auch im Modellbahnland ernstgenommen.

All jene Clubmitglieder, die als Fahrdienstleiter den reibungslosen Zugverkehr garantierten, waren – je nach Beanspruchung durch ihre anspruchsvollen Aufsichtstätigkeiten – gerne zu einem Pläuschchen bereit, erklärten die Neuigkeiten oder gaben den Hobby-Fotografen Tipps, wie Züge und Landschaftsprospekte am besten einzufangen seien.

An Motiven bieten die Anlagen des MEC einiges: Vom Schweißer im Bahnbetriebswerk, der eine auf uralt getrimmte Dampflok aufarbeitet, über vier Nonnen am Bahnhofskiosk bis zu jenen Gebäuden und Bahnhöfen, die einen Bezug zu Halver haben. Manchmal muss man beim MEC etwas gründlicher hinschauen, um einen Scherz oder Schönes zu entdecken. Aber die Dichte der Besucher ließ auch vermuten, dass viele sich diese Zeit gerne nehmen.

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