Viele Aufgaben für neue Leiterin „Am Park“

Lieber am Ort der Begegnung als hinter dem Schreibtisch: Sandra Beuter will zunächst den Kontakt zu den Gruppen im Bürgerzentrum suchen. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Das Bürgerzentrum „Am Park“ hat seit Dienstag ein neues Gesicht: Sandra Beuter leitet als Nachfolgerin von Anke Winterhagen ab sofort die einstige Altentagesstätte. Und dass sie auch zu den neuen Öffnungszeiten durchaus gefragt ist, erfuhr die Neu-Halveranerin bereits an ihrem zweiten Arbeitstag.

Die zwei Damen, die zu ungewohnter Stunde im Bürgerzentrum vorbeischauten – Mittwochvormittags war die Einrichtung bislang geschlossen gewesen – hatten in der Zeitung vom erweiterten Angebot Beuters erfahren und sich ein Bild machen wollen. „Genau das, was ich wollte“, sagte die neue Leiterin im Gespräch mit dem AA, nachdem sie sich den Besucherinnen vorgestellt hatte. „Wichtig ist der persönliche Kontakt. Ich will nicht immer nur hinter meinem Computerbildschirm sitzen.“

Den Kontakt zu den Gästen des Bürgerzentrums zu suchen und herzustellen, werde in den ersten Wochen ihre Hauptaufgabe sein, betont Beuter. Wenn darüber hinaus Fruchtbares für die weiteren Projekte, die sie plant, entstehen sollte, sei das durchaus willkommen.

Wie berichtet, wird ein Hauptbestandteil ihrer Arbeit die Vernetzung der Bürger untereinander sein. In Kooperation mit der Initiative „Zwar“ („Zwischen Arbeit und Ruhestand“) sollen Gruppen entstehen, die sich mit unterschiedlichen Themen für die ältere Generation auseinandersetzen. „Wir machen da keine Vorgaben“, betont Beuter. Allerdings sei etwa die Verknüpfung bereits bestehender Angebote wie für pflegende Angehörige oder zum Wohnen im Alter durchaus gewünscht. Angesprochen werden sollen jedoch nicht allein Halveraner im Ruhestand, sondern auch jüngere: „Wir wollen die Generation ‚50plus‘ als zusätzliche Zielgruppe“, betont Beuter.

Als zweite wichtige Facette ihrer Arbeit nennt sie jedoch die Präsenz in den bestehenden Gruppen – eben auch zu den neuen Sprechzeiten. „Ich will mir für die Leute Zeit nehmen, kann natürlich nicht jede Woche jede Gruppe besuchen oder gar leiten, aber immer wieder mal begleiten“, erklärt Sandra Beuter. „So kann ich nicht nur die Gruppe wahrnehmen, sondern auch den Einzelnen, der vielleicht zu Hause Hilfe benötigt oder ehrenamtlich tätig sein möchte.“ Auf diese Weise könne die Anbindung an weitere Angebote des Bürgerzentrums gelingen.

Derzeit treffen sich „Am Park“ wöchentlich acht verschiedene Gruppen, 14-tägig beziehungsweise monatlich kommen 13 verschiedene Gemeinschaften im Bürgerzentrum zusammen – auf Sandra Beuter warten also zahlreiche Gespräche und neue Kontakte. Eine Aufgabe, die sie ebenso reizt wie die Chance, am Aufbau einer neuen Struktur mitzuarbeiten, „in dem man etwas Bestehendes mit etwas Neuem verbindet“, wie sie selber sagt. ▪ Frank Zacharias

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