Zu viele Anmeldungen: Kita nutzt Pavillons

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In zwei dieser sechs Pavillons wird am 1. August eine Ü3-Gruppe der Awo-Kita Wundertüte einziehen. Danach werden sie abgerissen.

Halver - Die Awo-Kita Wundertüte konnte nicht alle Anmeldungen berücksichtigen, darunter auch von Geschwisterkindern. Ein Antrag auf eine Ausweichmöglichkeit bis der Neubau fertiggestellt ist wurde im Bildungsausschuss bekannt gegeben.

Weil nicht alle Kinder, die gerne die Kita Wundertüte besuchen würden, angenommen werden konnten, trat Sibylle Haberland als Leiterin der Kita sowohl an die Stadt, als auch an die Regenbogenschule heran. Ihre Idee: eine Außengruppe in den Pavillons auf dem Schulhof der Regenbogenschule zu eröffnen.

In gemeinsamen Gesprächen mit dem Märkischen Kreis und dem Landesjugendamt konnten zwei der insgesamt sechs Pavillons als befristete Räume für eine Außengruppe benannt werden. Bisher werden diese Räume von der Schule selbst nur sporadisch genutzt. 

Die OGS nutzt noch Räume in den Pavillons, Kai Hellmann erinnert aber daran, dass geplant ist, die OGS im Schulgebäude zu integrieren. Für die Nutzung als Außengruppe der Kita müssen nun noch einige Bedingungen erfüllt werden. 

Zum einen müssen die Nachtspeicheröfen eingehaust werden, um keine Gefahrenquelle mehr für die Kinder darzustellen. Zum anderen müssen die Sanitäranlagen erneuert und der Spielplatz auf dem Außengelände eingezäunt werden. 

Nachtspeicheröfen müssen eingehaust werden

Die Kosten wurden bereits vom Bauamt der Stadt in einem Konzept geschätzt. Wie Kai Hellmann sagt, werden die Kosten, die dafür investiert werden müssen – alleine 5000 Euro für die Einhausung der Nachtspeicheröfen – durch die Mieteinnahmen wieder gedeckt. 

„Wir sind glücklich, dass wir das ohne größere Maßnahmen stemmen können“, sagte Hellmann. Einer Gruppe für Ü3-Kinder stehe damit nichts mehr im Wege und sie wird voraussichtlich rechtzeitig am 1. August genutzt werden können.

„Das freut uns sehr“, sagt Marcel Rau, stellvertretender Leiter der Wundertüte. „Aber auch für die ganze Stadt freut es uns.“ Rau bezog sich dabei auf die generelle Unterversorgung der Kinderbetreuung. Auch Schulleiterin Petra Schreiber äußerte sich über die geschaffene Möglichkeit und bewertete den fließenden Übergang für die Ü3-Kinder, die eventuell die Regenbogenschule besuchen, als positiv.

Pavillons sollen nach Nutzung abgerissen werden

Nach der Nutzung als Außengruppe sollen die Pavillons auf dem Schulhof abgerissen werden. Spätestens dann müssten auch die Ideen für den Offenen Ganztag umgesetzt werden. Regina Büchmann von den Grünen reagierte darauf mit offenkundiger Begeisterung. „Die Pavillons waren mir schon lange ein Dorn im Auge“, sagt sie. Man könne nicht auf der einen Seite eine Kindervilla bauen, und auf der anderen Seite diese Pavillons als Außengruppe nutzen. Die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Jugend waren sich einig darüber, dass die Nutzung der Awo die letzte des Pavillons sein soll.

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