Zu viel Konkurrenz durch Fachmarktzentrum: Drogerie Scholz schließt

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Der Drogerie-Markt Scholz schließt seine Türen am Freitag für immer.

Halver - Carola Scholz ist sprachlos, wenn sie nach der Schließung ihrer gleichnamigen Drogerie an der Frankfurter Straße gefragt wird. Vor etwa vier Jahren hat sie sich dort ihre Existenz aufgebaut, doch nun kommt ihr das neue Fachmarktzentrum in die Quere.

„Es war alles gut und es wäre auch weiterhin alles gut gewesen“, sagt sie. „Die Umsätze stimmten.“ Doch mit der Drogerie Rossmann und dem Vollsortimenter Kaufland im Fachmarktzentrum sei die Konkurrenz einfach zu groß. Daher wird die Drogerie Scholz an diesem Freitag schließen. 

„Wir können mit den Preisen der Ketten einfach nicht mithalten“, sagt auch ihr Mann Hans-Peter Scholz. „Wir würden Umsatzeinbußen von 40 bis 50 Prozent haben.“ Gemeinsam hat sich das Paar daher für die Schließung und somit gegen die Schulden entschlossen. 

Am 18. Dezember 2013 hat Carola Scholz zum ersten Mal ihre Türen geöffnet. „Ich habe den Laden damals aufgrund von zahlreichen Kundenwünschen eröffnet“, erinnert sie sich. Seitdem hat sie einige Stammkunden. „Besonders für die tut es mir leid“, sagt sie. „Ich bekomme Geschenke und Umarmungen zum Abschied.“ 

Das Persönliche geht verloren

Die Kunden fänden die Schließung schade, weil das Persönliche verloren gehe. Kunden können bei Rossmann ihre Rechnung zum Beispiel nicht einfach am nächsten Tag bezahlen, nur weil sie das Portemonnaie vergessen haben, nennt Carola Scholz als Beispiel. 

Viele ihrer Kunden sind außerdem Bewohner des Seniorenzentrums Bethanien an der Bachstraße. Von den regelmäßigen Kunden alleine könne man allerdings nicht leben. Für die fast vier Jahre bedankt sich Carola Schulz bei ihren Kunden. 

Gerüchte gibt es auch um das Schuhhaus Nicolay, ebenfalls an der Frankfurter Straße. Inhaber Hubert Nicolay betont aber: „Da ist nichts dran. Ich habe nicht vor, mein Geschäft zu schließen.“ Lediglich seine Vermieterin versuche bereits seit mehreren Jahren das Haus, in dem sich das Schuhgeschäft befindet, zu verkaufen. Bisher scheinbar ohne Erfolg. „Wenn das Haus irgendwann mal verkauft wird, dann muss man mal sehen, wie es danach weitergeht“, sagt Hubert Nicolay. Doch da denke er erst drüber nach, wenn es so weit sei.

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